#22 Literaturübersetzen zwischen Verlagen und Honorardebatte: Stimmen von der Buchmesse
Shownotes
Wie steht es eigentlich um die Arbeitsbedingungen von Literaturübersetzer:innen – und wie sehen die Verlage die aktuelle Situation? Auch in diesem Jahr waren wir wieder auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs, diesmal allerdings mit einem etwas anderen Blickwinkel als im Vorjahr.
Während wir uns letztes Jahr vor allem mit Literaturübersetzer:innen über ihren Beruf, den Einstieg und ihren Arbeitsalltag unterhalten haben, wollten wir diesmal die andere Seite kennenlernen: die Verlage, die als Auftraggeber eine entscheidende Rolle in der Literaturübersetzung spielen.
Besonders präsent war auf der Buchmesse die Kampagne „Uns reicht's – weil es nicht reicht“, mit der Literaturübersetzende auf niedrige Honorare und schwierige Arbeitsbedingungen aufmerksam machen. Zu ihren Forderungen gehören unter anderem ein Honorar von 30 Euro pro Normseite und eine Verkaufsbeteiligung ab dem ersten Exemplar.
Wir haben mit einer der Initiatorinnen der Kampagne gesprochen und bei insgesamt fünf Verlagen sowie dem Kulturinstitut Ramon Llull nachgefragt: Wie erleben sie die Zusammenarbeit mit Literaturübersetzenden? Wie stehen sie zu den aktuellen Forderungen? Und welche Herausforderungen sehen sie selbst in der Branche?
Entstanden ist eine Folge mit unterschiedlichen Perspektiven auf eine Debatte, die die Literaturübersetzungsbranche derzeit besonders beschäftigt – und mit spannenden Einblicken hinter die Kulissen der Verlagswelt.
👥 Unser Gast: Lisa Kögeböhn Übersetzerin für Englisch Literaturübersetzerin https://www.lisakoegeboehn.de/ Instagram: @koegeboehnsche
Svenja Bischoff Weidle Verlag - Imprint Wallstein Verlag Lektorin der Übersetzung ins Deutsche des Buches "Ida" von Helena Černohorská https://www.wallstein-verlag.de/buecher/weidle-1.html
Franziska Otto Edition Nautilus Verlag https://edition-nautilus.de/
Franziska Hauffe bilibri Verlag - Imprint NordSüd Verlag GmbH https://www.edition-bilibri.com/
Alessandra Ballesi-Hansen nonsolo Verlag https://nonsoloverlag.de/
Ruben Höppner Anthea Verlag https://anthea-verlag.de/
Anita Schlitt und Sílvia Gonzáles Institut Ramon Llull https://www.llull.cat/deutsch/quisom/quisom.cfm
📚 Erwähnte Ressourcen:
- Protestkampagne "Uns reichts, weil es nicht reicht", Instagram: @es.reicht.nicht
- Das von Kristina Kallert übersetzte und von Svenja Bischoff in der deutschen Fassung lektorierte Buch "Ida" von von Helena Černohorská https://www.wallstein-verlag.de/9783835376038-ida-helena-ernohorska.html
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🎵 Unser Intro: Melodie von Lucas O'Connor Eingesprochen von Lisa Neuhaus & Nina Frühbeißer
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, da sind wir wieder.
00:00:02: Hallo Nina!
00:00:02: Hallo Lisa
00:00:04: und herzlich willkommen zu Translation Treasure.
00:00:09: Heute mal ganz woanders hier ich sehe dir gerade in die Augen und das ist für mich irgendwie ganz eigenartig weil normalerweise schauen wir uns ja über dem Bildschirm an.
00:00:16: Ja
00:00:17: wie traurig das klingt eigentlich.
00:00:18: Aber nein es ist nicht traurige.
00:00:20: Wir sind hier zu einem sehr happy Anlass.
00:00:24: Wir sind heute ausnahmesweise nicht in unseren Studiurs Sondern wir sind auf der Frankfurter Buchmesse.
00:00:31: Ja,
00:00:32: wir sind unterwegs!
00:00:33: Im Hintergrund hört man jetzt hoffentlich nicht ganz so viel aber ihr werdet es im Laufe der Folge hören ist wieder etwas lauter weil wir nehmen wirklich live von der Buchmesser auf und begeben uns in den Trubel in die Menschenmassen usw.
00:00:48: Ehrengast
00:00:48: ist an diesem Jahr Tschechien und es stapeln sich hier überall die Bücher dies ohne die ganzen Übersetzerinnen und Übersetzern nicht gäbe.
00:00:57: Und wir haben ein paar Fakten für euch rausgesucht, um sich das Ganze so ein bisschen besser vorstellen zu können.
00:01:02: Etwa jede sechste Neuerscheinung in Deutschland ist eine Übersetzung und trotzdem verdient Literaturübersetzende im Schnitt nur rund zwanzigtausend Euro im Jahr und das vor Abzügungen...
00:01:15: Das ist schon ne Hausnummer!
00:01:16: Das ist halt rass!
00:01:16: Das es wirklich,
00:01:17: wirklich bitter wenn man sich das bewusst macht Und deswegen haben wir es uns in dieser Folge zur Mission gemacht, dass wir rausfinden wollen.
00:01:26: Warum ist das eigentlich so?
00:01:28: Warum kann man so schwer von diesem Beruf leben?
00:01:30: Ja
00:01:31: und unser besonderer Fokus ist diesmal auch was sagen die Verlage dazu.
00:01:35: Wir haben ja letztes Jahr schon über den Frankfurter Buchmesser aufgenommen mehr oder weniger Fokus auf Übersetzende gelegt.
00:01:42: Wir hatten mit verschiedenen
00:01:43: KollegInnen gesprochen, war auch super interessant natürlich einfach um mal zu zeigen was Literaturübersetzen
00:01:48: ist
00:01:49: und gerade für unsere Hörerinnen und Hörere da draußen.
00:01:52: Ich glaube, es kann wirklich jeder bestätigen.
00:01:54: Wenn man in die Branche startet der erste Gedanke ist irgendwann würde ich mal Bücher übersetzen und deswegen erst einmal letztes Jahr die Aufklärungsarbeit.
00:02:01: das heißt sollte dir diese Folge noch nicht gehört haben hört da gerne mal rein und jetzt so ein bisschen die Nacharbeiten mit Gesprächen mit Verlagen wie
00:02:10: sie die Situation eigentlich genau was ist die finanzielle
00:02:14: Realität?
00:02:15: Und was tut sich da?
00:02:17: Und zu dem Zweck haben wir auch mit einer lieben Kollegin gesprochen, die ihr vielleicht auch schon aus unserer letzten Folge kennt.
00:02:23: Die zusammen mit noch einer weiteren Kollegin und noch ein paar anderen eine Protestkampagne gestartet hat unter Literatur übersetzend um Awareness zu schaffen und Sichtbarkeit für dieses Problem
00:02:35: Und
00:02:36: dann noch mit weiteren Verlagen.
00:02:39: Genau!
00:02:40: Die wir haben wollen, damit sie uns ein bisschen Einblicke geben wie die ganze Sache aus ihrer Perspektive aussieht.
00:02:45: Genau
00:02:46: also unsere Kolleginnen die hört ihr jetzt gleich direkt nach unserem standardmäßigen Intro die Lisa Köhe geböhnen haben wir letztes Jahr eben auch schon interviewt.
00:02:54: aber ja wir haben uns irgendwie riesig gefreut zum mittlerweile bekannten Namen da nochmal zu hören und dann auch in so einer wichtigen Sache mit der Kampagne.
00:03:02: Die Kampagne heißt übrigens Uns Reichs weil es nicht reicht und ist aktuell ganz präsent auf Instagram oder Social Media generell.
00:03:11: Also schaut auf jeden Fall mal bei der Seite auch vorbei, wir werden das alles in den Show Notes entsprechend verlinken.
00:03:17: aber es ist super spannend.
00:03:18: und hier auf der Buchmesse sieht man auch dass alle Literaturübersetzende, die da dabei sind.
00:03:23: Super fleißig sind und Flyer verteilen und versuchen eben hier einfach awareness zu schaffen wie du
00:03:28: schon gesagt hast.
00:03:28: Es hängen sich alle richtig rein und das ist schön zu sehen.
00:03:32: Wir sind sehr gespannt was wir jetzt noch alles für weitere Infos zu diesem großen und wichtigen Thema hören werden von verschiedenen Seiten und ich würde sagen dann gibt es jetzt hier unser schönes Intro und dann geht's auch sofort
00:03:44: los
00:03:44: mit unserer sehr echten Folge!
00:03:47: Ich bin sehr gespannt, was wir berichten werden.
00:03:49: An dieser Stelle noch eine kleine Zusatzinfo, die wir sowohl im intro als auch im outro vergessen haben.
00:03:53: Die uns aber wichtig ist damit ihr die Aussagen in der Folge besser einordnen könnt.
00:03:58: Für unsere Interviews haben wir insgesamt zehn Verlage kontaktiert.
00:04:00: Dabei haben wir bewusst darauf geachtet, eine möglichst breite Auswahl zu treffen – von kleineren Independent-Verlagen bis hin zu großen etablierten Verlagshäusern.
00:04:09: Unser Ziel war es, unterschiedliche Perspektiven einzufangen und so ein möglichst umfassendes Bild des Themas zu zeichnen.
00:04:15: Von den zehn angeschriebenen Verlagen haben uns sechs geantwortet und sich für einen Interview zur Verfügung gestellt.
00:04:20: Von vier weiteren teils großen und sehr etabierten Verlagshäusern Bastaille Lübe dem Karl Hansaverlag Zurkamp und Mattes und Seitz haben wir leider keine Rückmeldung erhalten.
00:04:29: Das möchten wir an dieser Stelle transparent machen, denn auch die Perspektiven dieser Verlage hätten wir sehr gerne in unsere Folge aufgenommen!
00:04:36: Da diese nun leider fehlen können wir mit unseren Interviews nicht das gesamte Spektrum der Verlagslandschaft abbilden – das solltet ihr bei der Einordnung der folgenden Interview im Hinterkopf behalten.
00:04:45: und jetzt weiterhin viel Spaß beim Zuhören!
00:04:58: Hier nehmen wir euch einmal im Monat mit in die Welt des Übersetzens und Dolmetschens.
00:05:03: Seid dabei, wenn wir unsere Schatzkiste auspacken und euch zeigen wie vielfältig und spannend unser Beruf ist!
00:05:13: Hallo liebe Lisa, vielen Dank dass du dich wieder jetzt schon das zweite mal mit uns auf der Frankfurter Buchmesse triffst und wir dir ein paar Fragen stellen dürfen.
00:05:22: Wir springen direkt rein mit dem Allerwichtigsten!
00:05:25: Der Satz uns reicht's weil es nicht reicht ist der Titel der Kampagne die zum Hieronymus Tag am dreißigsten September ins Leben gerufen wurde.
00:05:35: Wann war für Dich der Moment an dem Du gesagt hast Jetzt starte ich eine Kampagnen?
00:05:40: Das war tatsächlich gar nicht ich, sondern das war meine Kollegin Barbara König die mich angeschrieben hat nachdem ich ein Posting auf Instagram gemacht habe.
00:05:50: Instagram und der schöne Schein einfach mal einen Blick hinter die sehr ernüchternden Kulissen des Literatur übersetzen.
00:05:56: Ich erinnere
00:05:57: mich an den Posts!
00:05:59: Der ist auch tatsächlich sehr gut angekommen kann man es vielleicht nicht sagen weil die Reaktionen darauf Gerade der KollegInnen sehr ... Ja, die haben mich sehr mitgenommen.
00:06:12: Das haben einfach viele KollegInne von ihren krassen Erfahrungen ihrem Herr Nüchtern in Alltag erzählt.
00:06:19: und ich dachte so Boah das müsste man eigentlich irgendwie nochmal sammeln, dass mehr man in ein eigenes Posting vielleicht verwursten.
00:06:27: Und dann hat mich aber eine dieser Kolleginnen angerufen Barbara König und sagte boah lass uns doch mal bitte irgendwie lassen wir irgendwas machen oder wir müssen was machen
00:06:36: Voll gut.
00:06:36: Und daraus ist dann eben was größeres geworden als nur ein Post-Ding.
00:06:40: Ja, wie viele KollegInnen machen denn mit?
00:06:43: und wie war die Resonanz aus der Branche?
00:06:46: Aus den Verlagen, Presse all over... Was ist so der Gesamteindruck momentan?
00:06:52: Es war ja am Anfang so dass wir das einfach ins Blaue hinein versucht haben und gar keine Ahnung hatten wie viele Kolleginnen tatsächlich da mitmachen würden.
00:07:01: ich dachte so ... zwanzig bis fünftig, alles ab fünfzig wäre schon ein Erfolg.
00:07:06: Und es sind dann im Endeffekt
00:07:07: mit
00:07:08: vier Nachzüglern genau zweihundert zur Messe.
00:07:11: Am Hieronymus-Tag auf Social Media selbst ist es genauso gewesen wie's mir erhofft hat oder wie wir es uns erhooffen hatten und das ist sehr viral gegangen.
00:07:22: Ich hoffe dass es ein bisschen die Bubble verlassen hat.
00:07:24: natürlich haben wir sehr doll das alles im Kreis geteilt.
00:07:29: Das ist manchmal schwer messbar wie sehr es dann eben auch nach außen trinkt.
00:07:35: Ich hätte mir ein bisschen mehr gewünscht, dass vielleicht ein paar von den großen Buchbloggerinnen noch Solidarität zeigen und das ein bisschen teilen.
00:07:44: Der Buchhandel hat zum Teil geteilt die Presse ist aufgesprungen was für mich der größte Erfolg war.
00:07:52: wir haben's bis in den Deutschlandfunk geschafft Wir haben sie in die FAZ geschafft.
00:07:57: Das ist etwas wo wir gesagt haben
00:08:00: Das ist mega.
00:08:01: Das
00:08:01: war
00:08:01: krass!
00:08:02: Ja, das war ein krasses Gefühl.
00:08:05: Als meine Kollegin schrieb, habt ihr das schon gesehen?
00:08:07: Ihr seid in der FAZ oder wir sind in der FZ.
00:08:10: Ja, ja.
00:08:11: Nee, das finde ich aber auch ein sehr gutes Zeichen und es lässt hoffen weil genau ist es natürlich wichtig dass die Bubble verlässt und mehr Sichtbarkeit außerhalb dieser Bubble noch bekommt.
00:08:21: Eure Kampagne besteht aus eingesendeten Sätzen von Literaturübersetzer und Übersetzterinnen, die da heißen Ich übersetze Literatur.
00:08:31: und
00:08:32: Und da die Frage, welcher davon ist dir denn am meisten hängen geblieben?
00:08:37: Eine, die mir sehr unter die Haut gegangen ist.
00:08:39: Ist die Karte von Anna Kunze.
00:08:42: Die hat geschrieben ich übersetze Literatur und nehme mir Urlaub vom Nebenjob um zwei Wochen ohne Wochenende durchzuarbeiten.
00:08:50: Und das ist einfach so bitter!
00:08:53: Das Thema
00:08:54: Rotjob, Zweitjob, Nebenjob war tatsächlich das Thema was am häufigsten vorkam.
00:09:00: Das ist definitiv etwas Ganz exemplarisch.
00:09:03: zeigt, dass wir uns allein vom Literatur-Übersetzen nicht über was erhalten können.
00:09:09: Ihr fordert dreißig Euro pro Normseite!
00:09:12: Warum gerade dreißige Euro?
00:09:14: Wie seid ihr auf die Zahl gekommen und was verdient man heute realistisch?
00:09:17: Unser Durchschnittsunoral ist nach Honorariumfragen des VDI, also unseres Berufsverbandes liegt es im Moment bei nineteen Euro siebenundzwanzig wo es auch schon seit zehn Jahren liegt.
00:09:30: Das ist halt das Krasse, das wirklich krasse.
00:09:32: Wenn wir da mal Inflation und Teuerungsrate mit rein rechnen dann sind wir irgendwo bei einem Werteverfall von twenty-fünf bis dreißig Prozent.
00:09:44: Es sinkt also ganz real Und deshalb haben wir
00:09:49: vielleicht
00:09:50: Nach außen hin wirken relativ hoch angesetzt mit zehn Euro mehr auf dreißig Euro.
00:09:55: Es könnte auch das Doppelte sein, ganz ehrlich bei zwanzig tausend Euro brutto Jahresumsatz kann man sich ausrechnen wie viel mehr wir eigentlich bräuchten.
00:10:05: eine weitere Frage zum Thema Beteiligung ab dem ersten Exemplar.
00:10:11: Wie
00:10:12: läuft es heute üblicherweise und warum ist das so ein wichtiger Punkt?
00:10:16: Genau die Beteiligung
00:10:18: an
00:10:18: den Buchverkäufen sollte eigentlich eine Säule unseres Einkommens sein.
00:10:24: Wir sind theoretisch an den Verkäufen unserer Übersetzung beteiligt, ich sage theoretisch weil wir ab dem fünftausendsten Exemplar Null Komma acht Prozent im Hardcover bekommen.
00:10:36: da muss man dazu sagen das durchschnittliche Buch verkauft sich vielleicht gerade mal fünf tausendmal.
00:10:42: dass heißt Diese Beteiligung kommt oft gar nicht zum Tragen.
00:10:46: Also die meisten von uns bekommen wirklich meistens Null, zero Euro Abrechnungen.
00:10:52: Das heißt damit diese Beteilligung etwas ist womit wir rechnen können muss sie ab dem ersten Exemplar fließen.
00:11:00: Einige Verlage machen das schon.
00:11:02: der Mareverlag macht es schon sehr lange Hansa beteiligt auch ab dem Ersten Exemplaris ist möglich.
00:11:08: Es ist denkbar nur der Wille muss da sein.
00:11:11: absolut und es ist leider anscheinend noch nicht üblich, aber ja sehr wichtiger Punkt dann.
00:11:17: Die Porträts in eurer Kampagne sollen bewusst nicht lächeln.
00:11:21: wie wichtig ist es das Übersetzende einen Gesicht bekommen auf jenseits der Honorarfrage?
00:11:27: Das Übersetzen ist ja ganz klassisch oder wird ganz oft als unsichtbarer Beruf bezeichnet.
00:11:32: natürlich müssen wir hinter dem Text so ein bisschen stückweit verschwinden Und da hinter dem Text herauszutreten und unser Gesicht zu zeigen, ist natürlich wichtig um einfach zu zeigen dass wir Menschen sind.
00:11:46: Wir sind Menschen, wir wollen von unserem Beruf den wir alle furchtbar lieben, wollen wir einfach leben.
00:11:52: Ja klar es ist besser vorstellbar wenn man die Gesichter sieht, wenn man sieht Mensch das ist nicht nur eine, das sind viele Das sind Menschen die hinter diesen Büchern stehen
00:12:03: Auf jeden Fall.
00:12:04: Und dann sind wir eigentlich auch schon bei unserer letzten Frage angekommen, die besonders wichtig vielleicht auch ist für die Leute, die jetzt da draußen zuhören.
00:12:11: Was können unsere Hörerinnen und Hörern denn konkret tun?
00:12:15: Auch wenn sie nicht selbst übersetzen um euch und diese Kampagne zu unterstützen und diesen ganzen Wandel den wir anstreben.
00:12:22: Macht euch bewusst was Übersetzen bedeutet wer alles dahinter steckt hinter der Arbeit in einem Buch.
00:12:29: Lest unsere Namen, guckt was wir noch übersetzt haben, sprecht eure Buchhändlerinnen drauf an.
00:12:36: Nennt uns in Rezension überall da wo AutorInnen aufgenannt werden.
00:12:42: Macht einfach auf uns Aufmerksam, helft und sichtbar zu werden!
00:12:45: Das ist doch ein sehr schönes Schlusswort und ich glaube auch etwas das sich gut umsetzen lässt von allen die dazu beitragen möchten.
00:12:52: Dann vielen lieben Dank.
00:12:53: dir liebe Lisa.
00:12:54: Wir freuen uns sehr dass du mir die Zeit genommen hast.
00:12:57: Gerne Also wir haben gerade schon gehört, dreißig Euro pro Normseite wird gefordert.
00:13:01: Das klingt absolut fair!
00:13:03: Aber die Frage ist natürlich auch wer soll das bezahlen?
00:13:05: Wer kann das bezahlen?
00:13:07: Wie schaut es damit aus?
00:13:09: ja?
00:13:09: Gerade
00:13:10: kleine unabhängige Verlage machen einen Großteil der übersetzten Literatur,
00:13:16: die
00:13:16: vielleicht auch abseits der Bestsellerlisten erscheint.
00:13:18: und da ist halt die Frage Kann können solche Verlage das überhaupt leisten?
00:13:24: Ich denke wir werden uns im Laufe der
00:13:25: Folge
00:13:26: erfahren.
00:13:27: Wir sprechen jetzt als erstes mit Franziska Otto von Edition Nautilus, der Verlag ist aus Hamburg und den gibt es schon seit, neunzehn, dreiundsiebzig also schon ziemlich lange.
00:13:38: Und seit zweitausendsechzehn wird der Verlager als kollektiv
00:13:41: geführt.
00:13:42: was genau das ist werden wir im Interview mit Sicherheit noch klären.
00:13:46: Genau
00:13:47: Ja die Hälfte ihres Programms sind Übersetzungen Und wir sprechen jetzt eben gleich mit Franziska Otto zu der aktuellen Lage in der Literaturübersetzung und was die Perspektive des Verlags-Editionenautschlus
00:13:59: darauf ist.
00:14:01: Super,
00:14:01: dann beginnen wir direkt mit unserer
00:14:02: ersten Frage!
00:14:04: Ihr bezeichnet euch ja als unabhängiger Kollektivverlag?
00:14:07: Was ist ein Kollektiverlag also?
00:14:09: was bedeutet das?
00:14:10: Und inwiefern unterscheidet ihr auch von diesen herkömmlichen großen
00:14:13: Verlagen?
00:14:14: Also von
00:14:16: den
00:14:16: herkömmlichen großen Verlagen unterscheiden wir uns als unabhängiger Verlag daran, dass wir eben von keinem Konzern abhängig sind.
00:14:25: Keine Konzerne gehören und mit dem Umsatz unserer Bücher finanzieren wir dann sozusagen die neuen Projekte.
00:14:38: Und als Kollektivverlag arbeiten wir indem gleichberechtigt, ohne große Hierarchien miteinander arbeiten.
00:14:49: Und jeder hat seinen Bereich den er selbstständig und eigenverantwortlich bearbeitet.
00:14:56: aber wir stimmen uns in vielen Fragen gemeinsam ab und entscheiden auch im Konsens.
00:15:02: Was kostet denn eine Übersetzung für euch im Verhältnis zu einem deutschsprachigen Original-Titel?
00:15:08: Ja, im Prinzip ist eine Übersetzung im Vergleich zu einem deutschsprachigen Titel ja fast doppelt so teuer oder mehr als doppelt zu teuer.
00:15:14: Also die Übersetzung ist eigentlich immer der größte Posten.
00:15:19: Auf jeden Fall sind wir auf Förderungen angewiesen also in den letzten Jahren mehr denn je.
00:15:25: Wir entscheiden uns halt auch in den Letzten Jahren tatsächlich immer mal wieder gegen eine Übersetzung, wenn es sich um englische Originalausgabe handelt.
00:15:37: Weil es heute eben kaum Förderungsmöglichkeiten gibt und weil wir bei einer Übersetzung ja im Prinzip wir gehen ja in Vorleistungen haben die Übersetzung komplett bezahlt bevor wir auch nur einen Buch verkauft haben.
00:15:55: Insofern ist das ein ziemlich großes Risiko, dass wir wenn wir bei dem endgelsprachigen Titel ohne Förderung das machen dann müssten wir halt eine bestimmte Auflage verkaufen und es wird eben in den letzten Jahren immer schwieriger.
00:16:12: Wir machen ja ganz viele Übersetzungen aus den französischen vor
00:16:14: allem
00:16:15: da wird zufällig sich gefördert.
00:16:17: allerdings man weiß es auch meistens nicht vorher oder nie vorher.
00:16:23: Dann eben auch nochmal das Risiko.
00:16:25: Genau,
00:16:26: aber es gibt ja Titel die uns auch wichtig sind und da muss man dann manchmal ein bisschen abwägen.
00:16:31: Ja
00:16:31: klar!
00:16:32: Es ist auf jeden Fall klar.
00:16:34: Und wie wählt ihr eure Übersetzerinnen aus?
00:16:36: Habt ihr dann gewisses vorgehen oder... Also ihr kauft wahrscheinlich die Titel ein und danach sucht ihr die Übersenzer?
00:16:42: Oder ist es für euch auch so dass die Üersetzer manchmal mit den Titeln
00:16:45: bringen?
00:16:46: Wollte ich gerade sagen bei ONCE SOFT anders kommen, dass die ÜbersetzerInnen mit Titelforschlägen zu uns kommen Ganz oft, also zum Beispiel ein Beispiel wäre Elena Müller mit Schumunasinhaar.
00:16:59: Die hat den Roman erschlagt die Armen in Paris einfach in einer Buchhandlung sozusagen entdeckt und hat sich dann nach dem gelesen und war ganz begeistert und erstaunt dass es noch keine deutsche Übersetzung gibt und hat sonst das vorgeschlagen wie auch anderen Verlagen und wir haben das eben gemacht vier Romane mit der Autorin und mit Lena Müller als Übersetzerin gemacht.
00:17:22: Und sie hat auch den Internationalen Literaturpreis erhalten,
00:17:26: die Autorinnen
00:17:26: zusammen.
00:17:27: Also das war so ein voller Erfolg!
00:17:30: Genau dann haben wir eben zum Beispiel diese Übersetzerin Lena Müller für andere Titel gefragt bei denen wir dachten dass es vielleicht irgendwie vom Ton her hier Ding sein könnte?
00:17:43: Und so wächst das eigentlich, dass wir dann so einen Pool an ÜbersetzerInnen haben mit denen wir zusammenarbeiten.
00:17:50: Wo wir ungefähr wissen welche Themen oder welche Stile passen.
00:17:55: aber es kommen auch immer wieder neue dazu.
00:17:57: Ja die Auswahl ist dann also bei so mal.
00:17:58: so mal gibt jedes Buch mal gibt die Übersetzerin das Buch?
00:18:02: Genau!
00:18:02: Wir haben ja Autorinnen und Autoren die wir schon lange machen und da ist dann eben die Üversetzerin oder der Übersitzer gesetzt.
00:18:12: Dann kommen wir auch eigentlich schon zu unserer Schlussfrage und zwar auf unsere Branche wiederbezogen, wenn ihr oder wenn du konkret einer Literaturübersetzerin in einem Satz was mitgeben könntest.
00:18:23: Was wäre das?
00:18:24: Darf auch mehr als Einsatz
00:18:26: sein.
00:18:27: Es ist
00:18:27: sehr schwer nur einen Satz zu finden.
00:18:29: Also wenn ich Einsatz sagen würde, würde ich sagen such dir lieber eine sogenannte kleine Sprache aus weil es da einfach weniger... Übersetzerinnen gibt und vielleicht auch die Gefahr durch KI nicht ganz so groß ist
00:18:46: im Moment.
00:18:46: Und ansonsten, so ganz praktisch wenn sich Sprache schon ausgesucht ist dann würde ich sagen, wenn man auf Verlage zugeht am besten mit einem konkreten Projekt kommen.
00:18:59: also wir erhalten oft Anfragen.
00:19:02: Ich übersetzte aus dem Italienischen und Französischen hier ist meine Karte.
00:19:06: damit wird man weniger schnell zum Ziel kommen als wenn man sagt, ich habe dieses tolle Buch entdeckt.
00:19:12: Das würde jetzt genau zu Nautilus passen und aus den und dem Gründen will ich das jetzt unbedingt für euch übersetzen.
00:19:20: Das ist schon mal so.
00:19:21: Ich
00:19:22: bringe Ihnen direkt was mit.
00:19:23: Was Handfestes irgendwie.
00:19:27: Ja super!
00:19:27: Es war es eigentlich schon mit unseren Fragen.
00:19:29: Vielen lieben Dank für das kurze Interview.
00:19:31: Wir haben auf jeden Fall schon wieder viel gelernt und ja schön dass ihr mitgemacht habt.
00:19:36: Vielen Dank auch
00:19:37: So, jetzt ist es so wenn schon ein Verlag mit fünfzig Jahren Geschichte knapp kalkulieren muss.
00:19:43: Wie sieht's dann bei einem Verlag aus der drei bis vier Bücher im Jahr nur macht?
00:19:48: Ja wir befragen als nächstes den Non-Solo-Verlag aus Freiburg.
00:19:52: Seit zwei Jahrzehnten bringt der Verlag italienische Gegenmaßliteratur nach Deutschland und was auch besonders Schön ist und uns natürlich auch sehr freut.
00:20:01: Der Verlag macht etwas, das nicht unbedingt selbstverständlich ist nämlich Übersetzerinnen und Übersetser haben auf ihrer Webseite eine eigene Extraseite wo sie erwähnt werden, wo ihre Übersetzungen stehen.
00:20:12: Das ist schon was Besonderes!
00:20:14: Genau
00:20:14: das hat uns natürlich direkt angesprochen.
00:20:16: deswegen freuen wir uns sehr dass wir mit der Verlegerin Alessandra Balesi Hansen über die Situation in der Literatur übersetzenden sprechen dürfen und sind ganz besonders gespannt auf Ihre Perspektive auf diese Lage.
00:20:29: Liebe Alessandra, vielen Dank dass wir heute das Interview mit dir führen dürfen.
00:20:34: Du bist Verlegerin vom Non-Solo-Verlag.
00:20:37: Der Verlag wurde im Jahr zwei tausend siebzehn
00:20:40: gegründet
00:20:41: und verlegt ausschließlich übersetzte Literatur.
00:20:45: Warum dieses Risiko sag ich jetzt mal so?
00:20:48: Ok erstmal vielen dank!
00:20:49: Ich sah mich sehr gefreut also dass ihr uns angeschrieben habt.
00:20:53: ja es ist ein großes Risikof.
00:20:57: die Frage warum Die Frage der Fragen ist eine gute Frage, weil wir daran glauben.
00:21:06: Es hat eine Vorgeschichte.
00:21:08: Ich war dreißig Jahre lang an der Uni als Dozentin der italienischen Sprachung Kultur und ich war aber auch gleichzeitig ehrenamtlich immer aktiv in der Forderung der italianische Kultur.
00:21:19: und da haben wir immer feststellen müssen wenn ich sage wir meine Freundinnen und natürlich Kollegen, die dann auch im Nonsolo-Team mit dabei sind.
00:21:31: Und nach zwischen den zwei Welten da leben, mussten wir immer wieder feststellen dass
00:21:38: nicht
00:21:39: genügend
00:21:40: Autorien aus Italien auf dem deutschen Buch macht.
00:21:44: Natürlich gibt es ganz tolle Verlagen und natürlich gibt's viele aber meistens Ganz berühmt, also die sogenannte Spitze des Eisbergs.
00:21:57: Und es gibt aber nach wie vor ganz viele Stimmen, die wichtig sind und unsere Meinung nach eigentlich einen Weg zum Buchmarkt aufhinsäuten.
00:22:12: und das versuchen wir dann...
00:22:15: Super
00:22:15: zu leisten.
00:22:16: Ja, das ist eine sehr tolle Leistung.
00:22:19: Das ist natürlich viel... Man muss ja dann glauben und man muss auch einen langen
00:22:26: Atem
00:22:26: haben und wir sind eine absolute Nische.
00:22:29: klar, so italienische Literatur der Gegenwart in erster Übersetzung
00:22:33: d.h.,
00:22:34: wenn ein Auto oder Autor schon einmal übersetzt worden ist, dann kommt für uns nicht infragen weil wir genau Das gewährleisten wir.
00:22:42: Wir wollen diese Brücke zwischen Italien und Deutschland, um wenn wir die einmal übersetzt haben das ist schon uns einmal passiert dass sie dann von großen Verlaghäuser übernommen werden was natürlich für uns traurig ist aber wiederum eine Bestätigung, dass die Arbeit richtig.
00:23:00: Im Prinzip ja es war schade quasi für
00:23:02: euch aber
00:23:02: ihr habt eigentlich genau diese Brücke geschaffen.
00:23:08: Ich kann aus Sicht der Autorin bestens verstehen natürlich.
00:23:14: Eure Übersetzerinnen haben
00:23:16: auf eurer
00:23:16: Webseite eine eigene Seite, warum ist euch diese Sichtbarkeit wichtig?
00:23:23: Ja
00:23:23: weil nur Solonur
00:23:25: mit der Übersetzerin leben kann.
00:23:27: also die Übersetzung ist für uns von enormer Bedeutung.
00:23:31: ja und wir wollen dass unsere Übersetserinnen aus sichtbar sind deswegen
00:23:38: auf dem Buchkorber.
00:23:39: Ja, das hat Werts meine nächste Frage gemacht.
00:23:42: Sehr gut!
00:23:43: Und dann in jedem Buch gibt es nicht nur die Bio eine kurze Bio der Autorinnen sondern auch eine Bio der Übersetzerinnen und bei uns auf der Webseite auch eine Seite, nur für sie.
00:23:58: Das ist ganz toll, nicht selbstverständlich aber sehr wichtig und also finden wir natürlich sehr toll Wie findet ihr denn eure Übersetzerin für einen neuen Titel?
00:24:08: Arbeitet ihr mit Probeübersetzungen?
00:24:10: oder wie macht ihr das?
00:24:12: Also wir machen keine Probeübersetzungen, weil wir seit der Gründung des Belages eigentlich ganz eng mit drei-vier Übersetserinnen arbeiten.
00:24:19: Natürlich es kommt auch immer, dass wir in diesem Bereich ziemlich gut auskennen und viele Freunden haben und insbesondere mit den drei Übersätzern, Ruth Mardakoltei, Christiane Borkat und Verena von Koskul.
00:24:33: Ganz am Anfang war es toll, weil die Kurifee der Ragné Maria Schwendt, die dann mehrmals ... Sie war für uns so wie eine Patentante.
00:24:47: Das war sehr müde!
00:24:48: Sie wollte auch nicht mehr übersetzen und dann hat sie gesagt, okay Lissandra, nur weil ihr seid, mache ich noch eine einzige Zellometer mehr nicht.
00:24:56: Das ist doch toll?
00:24:57: Ja.
00:24:58: Und dann erweigen wir immer mit diesen Mit unseren bekannten Übersätzen.
00:25:07: Bei euch gibt es so drei bis vier Titel pro Jahr, die veröffentlicht werden?
00:25:12: Wie viel Spielraum habt ihr beim Honorar und welche Rolle spielen Förderungen aus Italien
00:25:18: bei den
00:25:18: Übersetzungen?
00:25:20: Förderung sind natürlich von vitaler Bedeutung.
00:25:24: Eine Fördering ist ganz wichtig!
00:25:27: Wir stellen viele Förderanträge
00:25:32: relativ
00:25:33: gut, also wir bekommen sie
00:25:34: auch.
00:25:35: Aber
00:25:35: natürlich eine Förderung kann nur ein Teil der Koffen bedecken.
00:25:42: Es gibt auch verschiedene Förderungen dann nicht nur aus Italien sondern zum Beispiel jetzt für unseren Autor Massimo Giacchi aus der Schweiz weil er aus der italienischen Schweiz ist und daher ProHelvetia.
00:25:59: Es gibt Förderung seitens der EU.
00:26:03: Wir haben schon zweimal auch dieses Jahr, natürlich habe ich mich riesig gefreut.
00:26:08: Wir hatten in den Jahren hier ein großes Projekt mit der EU, das ist dann das Projet dieser Creative Europe Programme für Literatische Übersetzung.
00:26:18: und nachnachten wir vier Büchern ein kleines Projekt Der Titel war Identität und Diversität in die italienische Gegenwartsliteratur.
00:26:28: Und dieses Jahr haben wir wieder ein Projekt bewilligt bekommen mit zwei anderen Verlagen.
00:26:34: Wir sind Sudrit, ein Verlag aus Deutschland, wir dann aus Italien, Lorma und Lorma Frankreich.
00:26:41: Das ist das Thema Diversity In Europe Today and Yesterday.
00:26:49: So
00:26:49: pro Verlag vier Bücher.
00:26:51: Das sind ganz wichtig, aber natürlich wir sehen ein kleiner Verlag.
00:26:56: Das heißt wobei wir für unsere Verträgen uns komplett an die deutsche Versetzer von orientieren.
00:27:07: Ja das ist ein guter Hinweis dass die Förderungen ja auch aus verschiedener Ecke kommen.
00:27:11: Auch interessant für unsere Hörerinnen und Hörern glaube ich Wenn sich ein Buch
00:27:16: gut
00:27:16: verkauft,
00:27:17: profitiert die Übersetzerin oder der Übersitzer bei euch dann dabei mit?
00:27:21: Ja klar.
00:27:21: Ab dem ersten Verkaufenexemplar.
00:27:24: Schon seit Jahren.
00:27:26: Wir stellen Fragen, weil das ist nicht selbstverständlich bei jedem Verlag.
00:27:30: Das wird teilweise erst ab dem Sohn so viel eine Exemplare.
00:27:33: Ich weiß es gar nicht genau, wie zahl ist unterschiedlich aber es ist nicht Selbstverständlich dass es am dem ersten Exemplar so ist.
00:27:38: Also vor jetzt schon vor Jahren habe ich einfach gefragt eine Quereinsteigerung werden.
00:27:45: Also ich komme aus der Uni nicht auf dem Verlagseben, deswegen habe ich dann immer dann um Rat gebeten, Bürstenvereine, deutsche Versetzer von uns, die machen das und das sind so... Danach orientiere ich mich.
00:27:59: Dann noch die unvermeidliche Frage, wie stehst du denn oder was ist dein Take zur KI in der Literaturübersetzung?
00:28:07: Hältst du das... Wie könnte es überhaupt zustande kommen und wie steht ihr im Non-Solo-Verlag dazu?
00:28:17: Das ist eigentlich eine Frage für unsere Übersetzerin
00:28:20: eher
00:28:20: als für mich und klar also für literarische Übersetzungen kann man überhaupt nicht anwenden, weil das ist nicht machbar.
00:28:32: Das wollten wir wissen wie ihr das versteht und es auch
00:28:34: eine total valide Antwort.
00:28:36: Dann kommen wir schon zu unserer letzten Frage
00:28:38: und zwar was
00:28:40: würdest du einer angehenden Literaturübersetzerin oder Übersetzter in einem Satz mitgeben wenn du könntest?
00:28:47: Es dürfen auch zwei oder drei Sätzen sein.
00:28:49: Es muss sich sagen dass ich natürlich immer ein bisschen nahe des Spänen auf die Literatur übersetzte Weil das ist eine fantastische Kante.
00:28:59: Einfach, dass man das kannt.
00:29:00: Also so ein Talent, das man einen Buch nimmt in einer anderen Sprache neu schafft
00:29:07: gigantisch.
00:29:09: Daher würde ich sagen es ist nicht einfach als Beruf zum Leben.
00:29:15: Das höre ich oft auch dann von anderen Übersetzten drinnen
00:29:19: aber
00:29:20: es ist ein toller
00:29:20: Beruf
00:29:22: und Würde ich einfach sagen, ja
00:29:25: mach das.
00:29:27: Schön!
00:29:27: Das ist
00:29:28: doch
00:29:28: super.
00:29:29: Alles klar okay.
00:29:30: vielen lieben Dank.
00:29:31: alles andere
00:29:32: es war
00:29:32: uns eine Freude und wir wünschen dir noch sehr angenehme und erfolgreiche Messe Tage.
00:29:37: Danke schön
00:29:38: danke und euch viel Erfolg bei eurem Podcast.
00:29:41: Bisher haben wir mit Verlagen gesprochen, die Übersetzungen ausschließlich einkaufen und vergeben.
00:29:47: In unserem jetzigen Interview wird es ein bisschen persönlicher denn unser Interviewpartner Ruben Höppner leitet den Berliner Antea-Verlag und er ist selber Übersetzer aus dem Technischen
00:29:59: Genau also genau aus der Sprache des diesjährigen Ehrengastes hier auf der Buchmesse.
00:30:05: Und von ihm wollen wir natürlich besonders wissen, macht es einen Unterschied wenn man mal auf beiden Seiten das T-Shirt gesessen hat?
00:30:11: Er ist Übersetzer Verleger und auch Dozent.
00:30:14: Wir sind gespannt welche Sichtweisen er zu bieten hat.
00:30:18: Wir starten gleich rein mit der ersten Frage!
00:30:19: Du bist Verleger und Übersitzer also schonmal Perfekt für uns eigentlich hier.
00:30:24: Und dazu bist du auch noch dozent für Literatur und Kulturwissenschaft, also volle Dröhnung eigentlich.
00:30:29: Welche Rolle ist die am liebsten?
00:30:31: Welche Role zahlt die Miete?
00:30:33: Also damit steigen wir ein okay.
00:30:37: Meine Miete zahlt meine dozierenden Tätigkeit.
00:30:40: Okay!
00:30:41: Ich würde sagen auch die Rolle ist mir fast am Liebsten weil ich damit Menschen bin ich.
00:30:48: Weil gerade als Verleger, das ist eigentlich meine Herzensangelegenheit verleger zu sein.
00:30:52: aber wir sind ein kleines Team.
00:30:54: Meine Mitarbeiterin arbeitet remote Das heißt oft bin ich alleine und mit meinen Studis bin ich zusammen Und wir können quatschen.
00:31:00: das heißt Eigentlich diese Rolle Aber die bezahlt nur noch einen Jahr lang meine Miete und dann Ist man der Doktorarbeit fertig.
00:31:09: Dann bin ich weg von der Uni.
00:31:11: Deswegen klar muss Ich auch sagen die Rolle als Verleger Das macht viel Spaß, besonders wenn ich hier mit Menschen sein kann.
00:31:19: Ja
00:31:19: jetzt auch auf der Messe
00:31:20: so!
00:31:21: Schön!
00:31:23: Du bist Verleger und Übersetzer das ist ja schon mal eine ganz spannende Kombi.
00:31:27: was würdest du sagen?
00:31:28: weißt du als Übersitzer dass andere Verleher jetzt vielleicht ohne diese Erfahrung gar nicht wissen oder ihnen vielleicht nicht bewusst sind?
00:31:35: Ich sage es mal ganz kritisch.
00:31:37: Ich weiß als Üersetzer dass wir oft das Geld angewiesen sind dass wir auf bündliche Zahlungen angewiesen sind und dass man mit uns reden sollte, wenn man nicht zahlen kann.
00:31:46: In meiner Verlegertätigkeit das versuche ich damit umzusetzen weil ja klar auch kleine Verlage haben nicht immer, sind nicht immer flüssig Und Übersetzerinnen sind Menschen mit denen kann man noch reden können sagen hey, können wir irgendwas machen?
00:31:58: Weil BesetzerInnen brauchen das Geld, brauchen kündlich.
00:32:02: Man muss miteinander quatschen.
00:32:03: Ich glaube das weiß ich als Übersetser, dass das wichtig ist miteinander.
00:32:08: Ja,
00:32:09: sehr gut!
00:32:09: Guter Punkt okay.
00:32:11: Dieses Jahr auf der Bubenmesse ist Tschechien ein Ehrengast.
00:32:13: was würdest du sagen?
00:32:14: spielt es ja für Übersetzende aus dem tschechischen wirklich einen Unterschied dass jetzt Tschechin hier in den Vordergrund gerückt ist oder ist das jetzt einfach nur so ein kurzer Buben der dann auch wieder vorbei ist?
00:32:24: Also ich weiß von meinen Kolleginnen, dass sie extrem viele Aufträge haben teilweise die auch teilweise Aufträge absagen mussten.
00:32:31: mir wurden auch Sachen abgesagt.
00:32:33: also ich wollte dass jemand für mich übersetzt und gesagt wir sind voll Wir können nicht mehr.
00:32:38: Das ist glaube ich gut, das ist finanziell hoffentlich auch gut für die KollegInnen.
00:32:43: Ja!
00:32:43: Das verändert schon was.
00:32:45: aber es ist halt so ist meine Vermutung nur von kurzer Dauer weil dann flacht das wieder ab.
00:32:51: Ich habe jetzt viele Gespräche der rechte Verhandlungen gehabt und die Verlage spüren schon die tschechischen Verlage dass sich die deutschen verlage gar nicht mehr so dafür interessieren Weil jetzt hat Gastlern wieder vorbei ist.
00:33:03: Also wir machen das anders bei einem Tee, wir wollen es langfristig machen aber ich glaube es ist ein schönes Jahr und danach müssen wir wieder hart kämpfen.
00:33:11: Zum Thema Sichtbarkeit Bei euch stehen da schon die Namen der Übersetzerinnen auf dem Cover Und wie bringt ihr auch die ÜbersetzerInnen mit ihnen Auflesungen oder generell in die Presse?
00:33:22: Einhundert Prozent stehen lieber uns auf dem cover.
00:33:24: Das ist selbstverständlich.
00:33:25: Ich setze mich immer dafür ein.
00:33:27: Ich versuche alle Verlage groß wie klein dazu aufzufordern, das zu machen.
00:33:32: Weil ohne die Übersetzerin gäbst die Bücher nicht.
00:33:36: Gäbs, die Stimme nicht, den Ton nicht und das muss sichtbar gemacht werden.
00:33:42: Ich erinnere mich an das literarische Quartett letzte Woche.
00:33:44: ich glaube es waren sogar viele Übersetzungen und die Üversetzerinnen wurden nicht genannt gar nicht.
00:33:51: Riesenproblemen müssen sie nennen.
00:33:53: wir müssen Sie einwinden wie als Verlag oder ich als Verleger Versuche die ÜbersetzerInnen mit auf die Bühne zu holen, als DolmetscherInnen so engagieren und dann kann man ihnen auch noch mal Fragen zum Übersetzen stellen.
00:34:07: Sie haben bei uns eigene Seiten auf der Webseite.
00:34:10: wir binden sie ein ins Marketing weil das sind die wichtigsten Menschen eigentlich für einen Verlag der eben übersetzte Literatur macht.
00:34:18: Ja ja auf jeden Fall sehr schön.
00:34:20: jetzt noch eine kleine Off-Topic Frage du oder riechtest ja auch angehende Wie bereitest du dir dann auf diesen Markt hier aktuell vor, auch jetzt in Zeiten von KI?
00:34:31: Ich glaube es gibt zwei Sachen.
00:34:32: Unterricht zum einen Übersetzungstheorie und ich versuche dann so ein bisschen die Marktlogik zu erklären und eben sage sich für oder gegen KI zu entscheiden ist eine Entscheidung.
00:34:45: da sitzen also Verlegerinnen dahinter die das entscheiden und es nicht einfach nur.
00:34:50: oh wir haben kein Geld.
00:34:51: Die großen Hamfi-Geld, die entscheiden sich bewusst gegen Übersetzerinnen und das dagegen müssen wir was tun.
00:34:56: Da müssen wir politisch etwas dagegen tun.
00:34:59: Und umso mehr müssen eben VerlegerInnen sich für ÜbersetserInnen entscheiden.
00:35:03: Ich bereite sie darauf vor dass Sie nicht in die Falle geraten KI als mehr als ein Hilfswertzeug zu nutzen weil ich möchte den bewussten Umgang damit auch schulen.
00:35:19: Auch ich gucke mir an in Online-Wörter, Büchern und so weiter.
00:35:24: Ich hab auch nicht alles im Kopf!
00:35:25: Ich habe nicht mehr gedruckte Bücher usw.
00:35:28: Wo ist da die Grenze?
00:35:30: Kann ich schwer sagen nur... ...ich möchte einen bewussten Umgang damit fördern und gar keine komplette Ablehnung aber einfach sagen das ist ein Durchschnitt.
00:35:39: Wir wollen kein Durchsicht wir brauchen Stimmen!
00:35:42: Wir brauchen die Stimme der Übersetzerenden.
00:35:46: Es gibt ja keine perfekte Übersetzung, sondern jede Übersetzung ist anders.
00:35:48: Das heißt würden wir beide checkisch übersetzen die Übersetzung anders?
00:35:52: Weil wir anders denken.
00:35:53: das versuche ich den Menschen zu sagen und dann dafür einsestehen und zu sagen Wir sind Künstlerinnen!
00:35:58: Wir sind nicht nur Dienstleisterinnen Und da versuche sie darauf vorzubereiten aber eben auch zu sagen es wird mich leicht.
00:36:05: also Ich muss ehrlich sein es wird nicht leicht und wir müssen glaube ich eher Die großen Verlage sage ich mal dazu bringen weiterhin auf die KünstlerInnen zu setzen, was die Übersetzerin sind und nicht den Übersetzern Angst machen.
00:36:20: Dann kommen wir auch schon zur allerletzten Frage.
00:36:22: Die kannst du wahrscheinlich super gut beantworten in deiner Rolle als Dozent.
00:36:26: Was würdest du angehenden Literaturübersetze in einem Satz mitgeben?
00:36:31: Wir haben schon gehört, ein Satz ist verdammt schwer, darfst auch zwei drausmachen!
00:36:35: Ich möchte etwas borgen bei Umberto Echo, der ja auch ein schöner Übersitzer-Lehrer war und er hat gesagt Lest, lest, läst.
00:36:44: Dann findet ihr eure eigene Stimme und deswegen würde ich allen Angehendübersetzerin sagen, krepe nicht rum bei irgendwas hier besser übersetzen, hier unterlässt zu viele Könnt in der Sparfe, in die ihr übersetzt.
00:36:56: Super!
00:36:56: Danke, das ist mal eine ganz andere Antwort aber voll schön.
00:36:59: also wir haben schon viel gehört
00:37:00: heute.
00:37:01: Dankeschön fürs Interview war wirklich sehr ausschlussreich.
00:37:03: Wir haben wieder richtig viel erfahren und auch ganz andere Sichtweisen nochmal gehört durch deine verschiedenen Rollen.
00:37:08: echt super Vielen Dank.
00:37:09: Danke dass ich dabei sein darf.
00:37:10: es ist mir eine Ehre
00:37:13: So, als nächstes sprechen wir nun mit Svenja Bischoff und wollen mit ihr konkret über ein Buch aus dem Tschechischen Sprechen gemäß hier dem aktuellen Gastland auf der Buchmesse.
00:37:24: Das Buch ist Ida von... jetzt entschuldige ich bitte meine Aussprache.
00:37:27: Helena Czernowska!
00:37:29: Ich weiß es leider nicht, sie ist eine tschechische Autorin, ich weiß nicht.
00:37:33: Lisa probiere es gerne auch aber ich würde sagen Czarnowska irgendwie
00:37:36: so.
00:37:36: Nein danke, ich probier's okay.
00:37:39: Wir sind in der Tschehischen Sprache leider nicht mächtig.
00:37:42: sehr gefreut, dass wir dieses Interview machen dürfen, weil Tschechien mir gesagt das Gastland ist und das sehr gut gepasst hat.
00:37:50: Und Svenja Bischoff ist die Elektorin von diesem Buch gewesen und war deswegen auch sehr eng oder sehr stark an diesem Projekt beteiligt.
00:38:01: Genau mit der Autorin, ne Entschuldigung!
00:38:02: Mit der Übersetzerin mein ich, der Christina Kallert
00:38:06: Genau, und wir sind sehr gespannt was sie uns so zeigen kann aus ihrer Perspektive.
00:38:12: Was unsere Fragen zur Übersetzungsbranche angeht?
00:38:16: Man muss vielleicht noch dazusagen als wenn der Bischof ist... mit Verlegerin im Weidler-Verlag.
00:38:20: Richtig,
00:38:21: ja!
00:38:21: Und dazu eben Lektorinnen.
00:38:24: und ich weiß es gerade gar nicht ob wir das erwähnt haben aber Weidl ist ein Imprint vom Wallsteinverlag.
00:38:28: Genau, das ist vielleicht auch noch wichtig zu wissen,
00:38:30: dass
00:38:30: das zusammengehört.
00:38:31: Ich glaube der Wallstein Verlag ist einigen vielleicht dann doch ein Begriffes in etwas größerer Verlag und Weidli vielleicht nur bestimmten Leuten.
00:38:38: Aber jetzt geht's los mit dem nächsten Interview.
00:38:42: Dann starten wir direkt mit unserer ersten Frage.
00:38:44: Christina Kallert ist die Übersetzerin von Ida.
00:38:47: Wie wurde sie denn als Eben tätige Übersetzerin hier in dem Fall ausgewählt.
00:38:51: Wie läuft da euer Prozess normalerweise
00:38:53: ab?
00:38:54: Ja, das ist ganz unterschiedlich!
00:38:56: In diesem Fall war es so dass ich für das Imprint Weitle gerne eine tschechische Übersetzung ins Programm nehmen wollte und habe mich deswegen schon vor anderthalb Jahren in Leipzig ein bisschen umgehört, umgeschaut mit verschiedenen Übersetzern gesprochen und kannte aber tatsächlich Christina Kallert schon vorher weil wir einen Buch bei Waldstein zusammen gemacht haben, die sie übersetzt hat Melena Jesenska.
00:39:19: und genau deswegen habe ich auch sie gefragt, weil die Zusammenarbeit nett war ob sie was Tschechisches empfehlen kann.
00:39:26: Und dann haben wir über verschiedene aktuelle Autoren gesprochen und Übersetzungen, die Sie sich vorstellen könnte zu machen für uns.
00:39:34: Dann haben wir uns auf Ida verständigt, weil mir das einfach sehr toll, sehr gut gefallen hat.
00:39:40: Wie sieht denn deine Arbeit als Lektorin an so einer Übersetzung konkret aus?
00:39:44: Also liehst du das tschechische Original, mitsprichst du auch wirklich tschechi-tschechisch oder ist Lektorian in dem Fall
00:39:50: dann eher
00:39:51: nur arbeiten mit dem deutschen Text.
00:39:53: Ja
00:39:54: Ja,
00:39:54: aber
00:39:55: am deutschen Text kann leider kein Tschechisch.
00:39:58: Obwohl ich es eine tolle Sprache finde habe ich auch gestern wieder gedacht wenn ich Christina Kallert war hier auf der Messe und hat ein Stück Tscheches aus dem Buch, aus dem Original gelesen Aber ich kannte tatsächlich keinen Tschechen.
00:40:10: Deswegen sieht das Lektorat in so einem Fall so aus dass man dann auf die komplette übersetzte Fassung wartet
00:40:17: Und dann
00:40:18: lekturiere ich aber eine Übersetzung genauso wie einen deutschen Text.
00:40:22: Klar, man weiß es gibt die Originalvorlage.
00:40:26: Aber ich mache sprachlich eben sprachliche Hinweise, notiere alles, was mir grammatikalisch Wortwiederholungen also alles was so auf der sprachlichen Ebene ist und zusätzlich aber auch und das gehört zum Lektorat ja auch dazu seine Art Faktencheck.
00:40:43: Also ich gucke schon auch wenn es im Ursprungsland eben schon erschienen ist Prüflicht-Dinge also ich prüfe Schreibweisen von Orten.
00:40:52: Logik ist immer ein wichtiges Thema.
00:40:55: Man schaut schon, stimmt das alles?
00:40:57: Weil die Lektorate in den Ländern ganz unterschiedlich stattfinden.
00:41:03: In manchen Ländern ist das Lektorit nicht so intensiv tatsächlich wie in Deutschland zum Beispiel und man findet dann doch immer wieder auch Dinge, die man in der Übersetzung korrigieren kann.
00:41:14: ich finde dass man es auch darf weil die Autoren, auch die Originalautoren dafür auch so erlebigst immer wieder dankbar sind.
00:41:22: Dass einem dann in der Übersetzung Dinge auffallen, die man vielleicht auch für eine Nachauflage im Original berücksichtigen kann?
00:41:29: Und ja, so ist es dann doch irgendwie auch eine inhaltliche Arbeit bei Übersetzungen.
00:41:34: Ja nur halt keine Arbeit mit dem Ausgangstext, sondern direkt mit
00:41:37: dem ZDF-Übersetzen?
00:41:38: Genau!
00:41:39: Okay interessant Weidler veröffentlichte hauptsächlich aus oder viel aus eher kleineren Sprachen.
00:41:46: Wie schwierig ist es dafür denn gute Übersetzerinnen zu finden.
00:41:49: also wie geht ihr davor
00:41:51: und
00:41:53: wie wichtig sind da auch Förderungen aus den jeweiligen Herkunftsländern?
00:41:58: Ja, wenn man natürlich mit dem Gedanken an Übersetzung geht.
00:42:03: Ich möchte aus einer ganz speziellen Sprache etwas machen wie jetzt ja auch in diesem Fall und ich brauche eine Übersetzerin aus so einem vielleicht als kleineren Sprache wo es nicht mega viele Übersetserinnen gibt dann ist es schwieriger Übersetzter zu finden aber auch da ganz unterschiedlich.
00:42:25: Ich habe zum Beispiel aus dem Estnischen ein Titel bei Weitle gemacht, da kam auch der Übersetzer auf mich zu.
00:42:32: also es lebt auch viel von Empfehlungen und man lernt Übersetser auch dadurch kennen dass sie sich den Verlagen vorstellen und sich daraus dann zusammenarbeiten ergeben und daraus wiederum vielleicht auch Folgeprojekte entstehen und wenn man sich eine weitere Übersetzung aus der Sprache macht wieder an die Kontakte wenden kann.
00:42:52: Also ich glaube, es ist wirklich sehr viel Netzwerk-Kontakt.
00:42:58: Also ich glaub langsam hängt's unseren Hörerinnen und Hörern schon
00:43:00: aus den Ohren raus!
00:43:02: Es gibt keine
00:43:03: Folge wo
00:43:03: wir das Thema Netzwerken nicht erwähnen aber kräftig ja auch.
00:43:08: nur dass es einfach so eine verdammt wichtige Rolle spielt.
00:43:10: Und dass die Verlage auch sehr dankbar dafür sind, dass die Übersetzer eben auch so als Literaturvermittler tätig sind.
00:43:15: Ja
00:43:16: genau, auf jeden Fall.
00:43:18: Die Übersetzerin von Ida, die Christina Kalla hatte ja gestern auf der Messe.
00:43:22: Es haben wir leider verpasst ein öffentliches Gespräch also ich glaube mit der Autorin auch zusammen oder?
00:43:29: Das war geplant.
00:43:30: Leider ist die AutorIn aber erkrankt.
00:43:32: Ah
00:43:32: schade!
00:43:33: Konnte deswegen nicht zur Messe kommen was natürlich sehr sehr schade war weil wir uns darauf gefreut haben.
00:43:38: Aber die Übersetserin hat eben trotzdem dann das Buch auf der Lesel vorgestellt und Ich habe aus dem Buch gelesen Wir haben es dann zusammen Improvisiert,
00:43:48: aber... Naja hat ja trotzdem geklappt.
00:43:50: Aber ihr habt ja dadurch der Christina Kalla schon wirklich eine wunderbare Bildfläche einfach geboten.
00:43:56: Ihr
00:43:57: Raum gegeben sie öffentlich auch gezeigt so als Übersetzerin und nicht nur die Autorinnen in den Vordergrund gestellt.
00:44:03: Ist euch das als Verlag auch wichtig?
00:44:06: Ja uns ist es sehr wichtig die ÜbersetserInnen zu nennen.
00:44:09: immer also alles was wir öffentlich Posten, wenn wir über Übersetzungen sprechen dann nennen wir die Namen.
00:44:18: Weil die Übersetzerinnen natürlich auch gleichzeitig Autor-Innen sind.
00:44:22: Sie sind eben dann die Autorinnen des übersetzten Textes und gehören genauso dazu.
00:44:30: Wir fragen auch immer möchten sie auf dem Cover stehen zum Beispiel das ist ja eine große Diskussion steht da nur der Autorinnenname oder doch auch der Übersetser, die Übersetzerin das zu bedenken?
00:44:43: und es ist eben auch wichtig, dass eine Öffentlichkeit geschaffen wird für die Übersetzerinnen.
00:44:48: Damit dieses Netzwerk, worüber wir schon gesprochen haben, für alle Seiten attraktiv und größer wird.
00:44:56: Da
00:44:56: hätte ich jetzt trotzdem ne ganz kritische Frage vielleicht... Wir sind ja jetzt hier am Stand und wenn ich mich umsehe lese ich leider nicht viele ÜbersetserInnen auf den Covers.
00:45:05: Warum?
00:45:06: Weiß nicht wie's anderen Kolleginnen geht aber ich habe es tatsächlich mehrfach erlebt Nur in der Klappe stehen wollten.
00:45:14: Echt?
00:45:15: Ja, weil sie nicht in den Vordergrund treten wollten oder meinten die Autorin... Der Autor ist das wichtigste auf der U-I zumindest und in der Clappe steht dann die Biografie von der Übersetzerin.
00:45:29: Oder wir haben es auch schon gemacht Das wurde auch schon bevorzugt dass es auf der uvier erwähnt wird
00:45:34: Um vier heiß?
00:45:35: Also Entschuldigung, auf der Rückseite praktisch.
00:45:37: Man spürt das Buch einmal wenn es auf dem Klappentext offsteht also nicht in den Innenklappen des Umschlags sondern hinten drauf so dass man wenn man das Buch in einer Buchhandlung gegen sie redet und liest auf jeden Fall da spätestens den Namen
00:45:50: liest.
00:45:51: Okay finde ich ehrlicherweise überraschend weil die Literatur übersetzt sind ja immer mehr dafür kämpfen einfach Sichtbarkeit zu schaffen und sich generell zu zeigen.
00:46:01: Als Abschlussfrage würden wir gerne noch wissen, als Verlag
00:46:04: oder Ausverlagsdicht.
00:46:05: Was würdet ihr angehenden Literaturübersetzerinnen denn mitgeben in einem Satz?
00:46:10: Einem Satz!
00:46:10: Wenn es sehr,
00:46:10: sehr schwierig sind auch zwei sein.
00:46:14: Also ganz wichtig, ich denke das ist
00:46:16: schon rausgekommen,
00:46:18: dass sich mir weiterhin wünsche, dass ganz viele auch angehende Übersetzarinnen sich trauen auf Verlage zuzugehen.
00:46:26: Weil wie man herausgehört hat, ist ein Verlag einfach auch sehr dankbar, wenn er Hinweise bekommt was gute Literatur betrifft.
00:46:35: Ja und da sind Literaturübersetzer einfach mega zentral weil ich glaube nicht daran dass die KI in Zukunft literarische Übersetzungen für uns machen kann sondern da brauchen wir einfach die literarischen Übersetzarinnen noch die einfach einen feinen Gefühl für die Sprache haben die genau erkennen welche Worte sind für genau diesen Satz, die richtigen.
00:47:01: Was muss man vielleicht auch auf politischer Ebene bedenken?
00:47:07: Das Gefühl ist einfach nicht da und das hat die KI noch nicht.
00:47:12: Deswegen auf jeden Fall – das waren jetzt ganz viele Sätze!
00:47:15: Die Bitte kommt auf Verlage zu und vertraut darauf dass ihr die Literaturvermittler auch sein könnt.
00:47:25: Sehr schön.
00:47:26: Das war doch ein schöner Abschlusssatz!
00:47:27: Vielen Dank für das Gespräch,
00:47:29: vielen Dank!
00:47:30: So bisher ging es ja meistens um romane Literatur für Erwachsene.
00:47:36: jetzt wechseln wir die Perspektive und
00:47:38: die Zielgruppe.
00:47:39: beim Verlag Bilibri ist die Übersetzung nämlich nicht der letzte Schritt vor dem Druck sondern bereits ein Teil des Konzepts.
00:47:47: Jedes Buch erscheint bei diesem Verlag direkt zweisprachig, also Deutsch plus eine von über Dutzend Sprachen und da geht es wirklich von Arabisch über... Wir haben gelernt Tigrinjag in so einer Ufaisie.
00:47:58: Wenn wir es richtig aussprechen, dann ist das nicht genau?
00:48:00: Genau auch bis Ukraine schon alles drum und dran.
00:48:02: man sieht hier ganz viel am.
00:48:04: Verlag ist wirklich spannend und wir fragen uns wer übersetzt eigentlich den Regenbogenfisch in Kurmanchi?
00:48:11: So, wir starten direkt mit einer ganz konkreten Frage rein die perfekt zu eurem Verlag passt liebe Franziska.
00:48:18: und zwar ist es ja so dass bei euch die Übersetzung nicht am Ende steht sondern direkt am Anfang.
00:48:24: Wie wird denn Mehrsprachigkeit in dem Fall schon bei der Konzeption eines Buches mitgedacht?
00:48:30: Ja das ist natürlich für uns total wesentlich weil wir machen zweisparige Kinderbücher und genau das ist unser USP.
00:48:36: also diese Zweisparigkeit.
00:48:38: Das heißt, das ist von Anfang an wirklich dabei.
00:48:40: Wir wehren Lizenztiefe aus in der Regel als deutschen Verlagen oder auch aus italienischen, wir haben ein italienisches Lizenz und dann wird geschaut wie groß ist der Platz für die zweite Sprache?
00:48:51: Das ist ganz elementar bei uns.
00:48:53: also wir können gar nicht so viele vier Text im Original nehmen weil die Übersetzung einfach auch ihren Platz braucht.
00:48:58: da muss man immer schauen wie jetzt mit der Illustration.
00:48:59: passt es da rein?
00:49:01: Wir haben auch Titel da, sind wir tatsächlich in die Illustration gegangen wenn der Verlag das genehmigt hat.
00:49:05: Das heißt er versucht mir das anzupassen sodass die zweite Sprache eben auch Platz findet.
00:49:10: Okay super aber super dass ihr das macht.
00:49:13: also ist ja eine ganz tolle wichtige Sache für zwei sprachen wie Kinder zum Beispiel.
00:49:18: Wie is es denn mit der Suche und dem Finden von den Übersetzerinnen und Übersetzern?
00:49:24: Zum Beispiel jetzt konkret für Sprachen wie ich werde's falsch aussprechen das tut mir leid
00:49:29: Tigrinia
00:49:30: haben wir zum Beispiel gegoogelt oder Comanche.
00:49:33: Für dies Jahr kaum ausgebildete Literatur übersetzen sie wahrscheinlich, oder?
00:49:37: Ja also das ist tatsächlich manchmal gar nicht so einfach.
00:49:40: Wir haben zb auf eurer Webseite.
00:49:43: schauen wir danach wenn wir so Sprachen haben genau von BDG.
00:49:47: Das ist immer... Manchmal nehmen wir neue Sprachen ins Programm.
00:49:50: Wir sind bis zu sechzehn Sprachen die wir nämlich jedes Buch erscheinen in den Sechzehnt Sprachen.
00:49:53: Wir schauen mal ein bisschen.
00:49:54: ist es jetzt passend fürs Buch?
00:49:56: Und wenn wir dann zum Beispiel kurdisch aufnehmen oder seit letztem Jahr albanisch, dann schauen wir z.B.
00:50:01: auf eurer
00:50:01: Seite nach
00:50:03: und melden uns bei denen.
00:50:04: wir sprechen auch Kulturinstitute an und versuchen da Kontakte zu finden.
00:50:09: Also
00:50:10: es ist sehr
00:50:10: breit gesächert, wenn wir auf die Suche gehen weil wir hier niemanden haben.
00:50:13: Inzwischen haben wir natürlich einen festen Kreis an Übersetzenden, die wir nutzen und anfragen.
00:50:19: Aber wenn wir dann immer Neu-Sprache haben oder jemand mal nicht verfügbar ist, dann machen wir uns auf die Suche.
00:50:24: Okay spannend!
00:50:26: Ein Bilderbuch hat ja wenig Text aber jedes Wort zählt.
00:50:30: Wie wird denn in diesem Fall so eine Übersetzung chronografiert?
00:50:34: Pro Normseite, Portugal mit Beteiligung?
00:50:36: wie kann man sich das vorstellen?
00:50:39: Also bei uns ist es wie du sagst wenig Text im Bilderbuch.
00:50:43: Wir machen meist pauschal und dann ab der Gemüssen Absatz kriegen sie auch, haben sie einen Prozentabsatz,
00:50:50: die sie beteiligen
00:50:51: kann.
00:50:52: Und das ist Verhandlungssache.
00:50:53: oder gibt es da festgelegte Zahlen?
00:50:57: Also wir haben natürlich was mit dem wir reingehen in diese Verhandlungen.
00:51:02: Je nachdem, wie erfolgreich die Person ist und was dann irgendwie noch dazukommt sind wir bereit zu verhandeln.
00:51:07: Also das ist jetzt nichts, was in den Stein gemeistert ist.
00:51:10: aber wir gehen natürlich mit einem gewissen Vorstellung hinein und dann gucken wir... Wenn es aber ein Titel zum Beispiel super erfolgreich ist, dann wird er auch gerne mal irgendwie noch darüber gesprochen.
00:51:17: wenn der eben heraussteht dass es jetzt ein Erfolg... Dann wird das nochmal nachverhandelt.
00:51:22: Alles klar Wie bütten Verlag denn die Qualität einer Übersetzung geprüft in einer Sprache, die im Haus niemand spricht?
00:51:29: Auch eine sehr gute Frage.
00:51:30: Wir haben da tatsächlich noch einen Korrektorat dazwischen geschaltet, was auch Muttersprache ist.
00:51:34: Das heißt das ist auch ganz wichtig weil es muss korrekt sein und es muss auch so sein wie eben gesprochen wird.
00:51:42: diese Kompetenz haben wir gar nicht in der Breite.
00:51:44: Ja natürlich okay.
00:51:45: dann würde also sehr viel wert mit so einer Zwischenschalte draufgelegt.
00:51:49: Dann da vielleicht direkt die Anschlussfrage, es gibt ja da öfter mal Reime, Wortspiele, die Namen von Figuren auch.
00:51:57: wie frei dürfen denn die Übersetzerinnen und Übersetzern bei euch sein wenn Originale Übersetzung direkt nebeneinander stehen?
00:52:05: Dadurch dass sie eben genau nebeneinandestehen ist das eine Schwierigkeit manchmal weil es natürlich Wörter gibt
00:52:09: die schwer zu
00:52:10: übertragen sind.
00:52:11: Wir versuchen schon nah am Original zu bleiben, aber wenn es dann irgendwelche Neologismen gibt, dann versuchen wir so zu bleiben dass in der Sprache die Zweitsprache ist auch irgendwie wirklich angewendet wird.
00:52:22: Also das da nicht man sich verkünftelt und versucht krankhaft am deutschen Sicht zu orientieren sondern das muss ja für diese Sprache funktionieren.
00:52:29: Das heißt, sagen wir auch bitte frei übersetzen und gucken was ist dann.
00:52:32: Wir haben jetzt zum Beispiel im Frühjahr kommen die Mutmurmen bei uns zwei Sprachig und das ist zum Beispiel Mutmurmel es ja auch in Neologismus
00:52:38: gibt's gar nicht sehr schwierig
00:52:39: irgendwie in die verschiedenen Sprachen zu übersetzen.
00:52:42: In Murmen im Arabischen gibt es unglaublich viele Wörter dafür und da sagen wir auf Bitte so zu übersetzten dass die Kinder das verstehen.
00:52:48: am Ende.
00:52:48: Das ist wirklich nahe an dem Alltag
00:52:51: ist.
00:52:52: Stehen die Übersetzerin bei euch auf den Cover?
00:52:56: Zum Teil ja,
00:52:57: also da gab
00:52:58: es auch einen Umdenken in den letzten Jahren.
00:53:00: Wir versuchen das in der Regel.
00:53:02: dadurch dass aber bei uns sehr viele Infos draufstehen ist es manchmal so, dass das einfach dann irgendwie untergehen würde.
00:53:06: und machen wir's auf die U-Fil.
00:53:08: Also wir haben dann ein Bewusstsein im Verlag und finden es enorm wichtig, dass sie auch genannt werden und eben ihren Raum
00:53:13: finden.
00:53:14: Okay alles klar!
00:53:15: Und dann sind wir schon mehr unserer letzten Frage angelangt.
00:53:19: Wenn du eine angehenden Literatur-Übersetzerin oder Übersetze einen Satz mitgeben könntest, welcher wäre das?
00:53:26: Es dürfen noch zwei Satzen
00:53:28: oder drei.
00:53:29: Das ist nicht egal aber...
00:53:31: Ich glaube
00:53:33: bei allem Mut und auch so ein bisschen der Blick über den Tellerrand würde ich raten weil wir machen beispielsweise auch die Veranstaltungen mit Übersetzenden.
00:53:40: Auch im wehrsparigen Bereich ist es für uns ganz wichtig Und das ist jetzt erstmal gar nicht in der Übersetzungstätigkeit zu drinnen Aber das ist für uns sehr wichtig in der Vermittlung von Büchern Und so was zu schauen und zu gucken, was sind da für Möglichkeiten?
00:53:52: Was wird die Tätigkeitsfelder ergeben sich?
00:53:54: Weil KI macht alles nicht einfacher.
00:53:57: Da ein bisschen offen zu sein und zu schauen... Das würde ich dir raten und empfehlen!
00:54:03: Wir sind da immer super dankbar für den Kontakt und wenn sie dann Lust drauf haben mit Kindern was zu machen
00:54:07: ist super toll!
00:54:09: Es ist ein sehr schönes Schlusswort finde ich und ja was sehr Schönes das man unseren Hörerinnen und Hörern hier glaube ich mit geben kann.
00:54:15: Vielen Dank Francis!
00:54:16: Danke
00:54:16: euch
00:54:17: So, wir haben ja jetzt sehr viel darüber gehört an was es fehlt.
00:54:22: Zum
00:54:22: Schluss wollen wir dagegen mal zeigen, was es gibt!
00:54:25: Es gibt zum Beispiel nämlich Kulturinstitute wie das... Achtung ich zeige wieder meine Inkompetenz weil ich das auch nicht aussprechen kann.
00:54:38: Ich habe keinen Plan.
00:54:39: Entschuldigung, es ist katalanisch und ich spreche spanisch aber katalanische leider nicht.
00:54:45: Es
00:54:46: gibt da Unterschiede.
00:54:48: Und dieses Institut fördert Übersetzungen... aus Ihren Sprachen in zum Beispiel das Deutsche und genau, in diesem Fall aus dem Katalanischen.
00:55:00: Genau!
00:55:00: Und wir haben uns da eine Kollegin ins Boot geholt die Anita Schlitt.
00:55:04: vielleicht die ein oder anderen Hörerinnen kennen sie auch Social Media.
00:55:09: Wir haben Sie gefragt ob sie Lust hätte damit unseren bisschen zusammenzuarbeiten?
00:55:12: Sie übersetzt unter anderem aus dem Spanischen und eben auch aus dem katalanischen Und hat uns zu einem Gespräch mit dem Institut mitgenommen, zusammen mit der Institut Leiterin aus Berlin, Silvia Gonzalez.
00:55:27: Wir wollen euch heute zeigen wie es denn aussehen kann wenn man sich als Übersetzer in ein neues Standbein in der Literatur aufbauen möchte und eben solche Frage-Antwortrunden mit Verlagen macht oder so Gespräche bildet hier auf der Buchmesse.
00:55:42: Da dürft ihr jetzt mit uns Mäuschen spielen.
00:55:46: Ja,
00:55:46: hallo und danke, dass du dir die Zeit genommen hast.
00:55:49: Das ist ja auch das erste Mal, als wir so in Persona sprechen.
00:55:52: Sehr
00:55:53: gerne!
00:55:54: Ich habe mir relativ früh auch schon Kontakt zum Institut San Manuel gehabt durch das Lektorat an der Uni Leipzig.
00:56:01: Für die Leipziger die einzige in ganz Deutschland, der man kathalanisch-galitisch am Basch machen kann.
00:56:06: Aber letztes Jahr auf dem Buchmesse bekam ich dann zum ersten mal mit Hinblick auf Literatur mit dem Institut in Kontakt vor allem durch Detailen Broschüren, die ihr da auflegt.
00:56:19: Und da würde mich mal interessieren wie die Auswahl getroffen wird.
00:56:23: also ist das so eine zentrale Auswahl oder sind sie für den jeweiligen Markt dann gemacht?
00:56:28: Also Sie sind ja auch in verschiedenen Sprachen verfügbar und arbeitet ihr da mit Übersetzern zu sagen, die die dann übersetzen oder wie funktioniert
00:56:34: es?
00:56:35: Ja genau wir sind auch auf der Buchmesse seit super lange und wir haben immer diese kleine Broschur, die sind auch nicht genau... Buchempfehlungen, aber eine Auswahl von verschiedenen Gentren und verschiedenen Verleger auf Barcelona, Katalonija.
00:56:55: Und wir versuchen das in dieser verschiedenen Broschur eine verbreite Repräsentation von katalanischer Literatur ist.
00:57:05: Die Auswahl ist im Barcelona gemacht Und es ist manchmal nicht jedes Jahr, aber auch ab und zu ein bisschen regional gedacht.
00:57:19: Für Deutschlandmark, für Frankreich oder für Italien.
00:57:25: Auch immer oder fast immer in Zusammenhang mit einer starke Präsenz oder eine relevante Präsenz von in einem Festival in einer Buchmesse.
00:57:40: Okay, und die deutschen Ausgaben?
00:57:42: Die macht ihr dann intern oder arbeitet ihr da mit Übersetzerinnen zusammen?
00:57:46: Wir arbeiten das immer intern – und mit Verlegern!
00:57:50: So dieser Auswahl ist es mehr mit Verleger und intern mit unserer Expertin von Literaturabteilung und mit Ubersetzerinnen arbeiten wir mehr in Richtung Kontakt mit deutscher Verleger sozusagen.
00:58:11: Ja, also wie gesagt ich bin sehr großer Fan davon.
00:58:13: Ich habe mich letztes Jahr quasi zu meinem Ansatz so inspiriert den ich jetzt verfolge dass ich katalanische Bücher und deutschen Verlagen vorschlage.
00:58:21: Gleich kannst du nochmal sagen was du sonst noch so machst?
00:58:24: Also was ist deine Aufgabe in Berlin?
00:58:27: Okay ja ich vertrete das Katalanische Kulturinstitut in Deutschsprach.
00:58:33: ihrer Raum sitze in Berlin, aber ich arbeite vor Deutschland, Österreich und die Schweiz.
00:58:41: Und das Ich mache ist alles was das Institut oder alle Projekte wie das Institute hat in diesem Bereich nicht nur im Literaturbereich sondern in anderen.
00:58:54: Das Institut arbeitet in drei Bereiche, die auch manchmal in Zusammenhang kommen.
00:59:01: Da hast du uns gefunden, weil in Deutschland gibt es fast, ich glaube, zwanzig Universitäten die Katalanisch unterrichten.
00:59:16: Und das Katalanich ist Teil von der Romanistikinstituten in dieser Universität und da wird es nicht nur Katalanische Unterrichter sondern wir haben auch ein kulturelles Programm oder ein akademisches Programm.
00:59:32: Wir machen nicht nur Sprache, das ist eine Abteilung.
00:59:36: Dann gibt es die Abteilungen Kunst und Performing Art.
00:59:42: In dieser Abteilungszeit, was wir machen, sind wir vertreten oder versuchen auch dass die katalanische Kunst-Szenar hier in Deutschland ein bisschen mehr präsent ist haben wir Verwendungen oder Kontakte mit Festivals, mit Institutionen und mit BNUs die Interessen katalanischen Künstlerinnen haben.
01:00:04: Und wir unterstützen das!
01:00:07: Und dann im Literaturbereich machen wir diese... Wir unterstützen dass die katalanische Literatur aus Katalonisch geschrieben auf Deutsch in Deutsch erscheinen.
01:00:21: Wir versuchen, dass die Bücher Im Markt kommen so oft Deutsch und wir unterstützen auch, dass die Autorinnen hier kommen um eine Präsentation zu haben.
01:00:32: Weil ich glaube ein Buch muss auch lebendig sein.
01:00:37: Es ist nicht nur ein Objekt sondern auch eine Verbindung zwischen Kulturen, zwischen Personen und das ist uns... sehr wichtig.
01:00:49: Und ich mache alle diese Netzwerke zwischen vielen Sachen und da gibt es zum Beispiel im Literaturbereich, in allen anderen.
01:00:59: aber jetzt bin ich ein bisschen tiefer in den Literatur Bereich.
01:01:02: wir haben verschiedene Vordermittel die dieser Ziel unterstützen oder in dieser Ziel arbeiten.
01:01:12: Ja, also die Stipendien sind ja auch sehr großzügig.
01:01:14: Denn alle kosten immer noch und das kennt man ja auch von anderen Stipedien eher weniger.
01:01:18: Du bist eher so anteilig und man weiß nicht genau was man bekommt.
01:01:21: Es ist halt eine bessere Planungssicherheit am
01:01:23: Ende auf
01:01:23: die Verlage.
01:01:25: aber was glaubst du oder was hörst du so von Verlagen, wo ganz oft scheitert?
01:01:29: Also warum trotzdem so wenig – auch wenn es schon mehr geworden ist in der Vergangenheit – aber warum trotzdem auch so wenig aus dem Katalan schon übersetzt wird?
01:01:37: Was pält sie zurück?
01:01:39: So bin ich, wurde auch nicht so sagen oder ich bin nicht so pessimistisch.
01:01:48: Wir wollten natürlich immer mehr und wir erweitern um ein bisschen mehr aber es ist schon präsent und ich glaube das Problem oder die Situation viel veröffentlicht.
01:02:04: Nicht nur auf Gatalanisch, sondern auch Deutsch und auf alle Sprache.
01:02:09: Und jede Verlag, jeder großer Verlag oder jeder kleiner Verlag hat ein Prozent von Übersetzungen.
01:02:19: In diese kleine Prozent von Ubersetzung die Hälfte oder mehr kommt aus Englisch.
01:02:28: Ich glaube nicht nur in Deutschland, sondern ein bisschen überall.
01:02:33: Und dann die anderen müssen sich in alle andere Sprache teilen.
01:02:38: Dann ist es da Katalanisch natürlich einer... Nicht kleiner, weil Katalani ist keine kleine Sprache.
01:02:44: Es ist eine Metersprache.
01:02:45: Wir haben zehn Millionen Personen, die Katalini sprechen aber es war als wahrgenommen als kleiner Sprache und wir haben schon gesagt, es gibt viele für Lägerinnen, die kein Katalanisch können.
01:03:00: Kein Katalanich lesen nur Spanisch und dann ist es auch... Die katalanische Literatur ist oft auch Teil dieser Lateinoamerikanischen Literatur wahrgenommen was falsch ist weil das eine andere Literatur aber von der kommerzielle Seite, ich sage nicht von der intellektuelle Seite, sondern von der kommerziellen Seite ist heil davon.
01:03:32: Da ist die Konkurrenz... Ich möchte nicht so viel über Konkurrence sprechen aber da ist die Concurrenz groß weil wir sind mit
01:03:40: in
01:03:42: ein großer Markt teil und das ist schwierig natürlich.
01:03:48: Trotzdem gibt es Interesse und ich bin hier zeitgessen oder vergessen.
01:03:55: Und in zwei, drei Tagen habe ich mit Deutsch verleger die Interesse an katalanische Literatur haben.
01:04:05: Das ist wirklich kurz, glaube ich.
01:04:07: Vielleicht wird sie noch mal was dazu sagen?
01:04:09: Was das Institut Dramoniu, also das hast du ja schon angedeutet, dass ihr auch daran arbeitet uns mit Verlegern in Kontakt zu bringen.
01:04:18: Ja, so wir haben verschiedene Programme.
01:04:20: einer die sehr beliebt ist zum Beispiel die Fellowship.
01:04:26: Das ist einmal pro Jahr.
01:04:27: auch machen wir einen Open-Coll von internationalen Verleger.
01:04:34: Die wollen ein bisschen tiefer die katalanische Literatur Szene kennen zu lernen in Barcelona.
01:04:41: Das ist toll natürlich, weil sie kommen in September alle nach Barcelona und wir machen ein volles Programm mit Treffen von die internationalen Verleger, mit katalanischen Verlegers auch mit Autorinnen dort und auch mit Akademiker oder Fachleuten, die ein bisschen die katalanische Literatur vorstellen.
01:05:11: Das ist eine Sache.
01:05:13: und dann, wie gesagt wir sind hier auf dieser Buchmesse aber
01:05:17: auch
01:05:17: auf andere viele Buchmesser.
01:05:20: In Deutschland bin ich hier in Leipzig, aber auch ohne Stand.
01:05:27: Und das Institut ist auch in Bologna, das ist der London-Buffet in Paris überall über das Jahr in Verbindung.
01:05:38: Wir reden, wir teilen und... Wir sind auch in Verbindung durch das ganze Jahr mit alle die Obersetzerinnen, die auf Katalanisch ins Deutsch übersetzen weil wir denken auch dass
01:05:53: sie
01:05:54: ja auch nicht nur übersetzt sondern auch ein bisschen dieser Trendsetter seid.
01:06:02: Dass ihr diese Kenntnis über das Buchmark in Deutschland hat und auch diese Verwendung mit unserer katalanischen Literatur.
01:06:13: Ihr seid ein bisschen wie Botschafterinnen für unsere Literatur, um diesen Kontakt mit Übersetzerinnen ist es total wichtig.
01:06:24: Und deshalb zum Beispiel machen wir dieses Programm im Barcelona, dieser Forum International für Übersetserinnen.
01:06:34: Ihr seid alle dabei.
01:06:36: Ihr habt auch diese Kontakt zu der katalanischen Literatur-Szenar
01:06:43: dort
01:06:44: im Präsent, ihr habt auch dieser Kontakt mit uns, nicht nur mit mir in Leinenfall sondern mit allen meiner Kollegen von der Literaturabteilung und auch... Zwischen euch, zwischen allen die Obersetzerinnen, die mit katalanischer Literatur arbeiten.
01:07:04: Nicht nur die Deutschen sondern alle.
01:07:09: Ja,
01:07:11: sehr tolle Möglichkeiten hier damit.
01:07:14: Wir würden gerne noch von dir wissen... inwiefern ihr den Einfluss auf Honorare habt, die die Verlage dann mit eurer Förderung eben zahlen.
01:07:24: Also könnt ihr da irgendwas beeinflussen?
01:07:26: Könnt ihr irgendetwas tun?
01:07:27: Gibt es irgendwelche Mindeststandards?
01:07:29: Wie geht man davor?
01:07:30: wie läuft das?
01:07:32: Ja in dieser in diesem Bereich haben wir leider keine Einflüsse.
01:07:37: so wir denken dass das ist eine.
01:07:43: Das ist abhängig von jedes Land und das jeder Verlag.
01:07:49: oder sollte die Empfehlungen der Branche folgen.
01:07:54: Das glauben wir, dass so muss
01:07:57: sein...
01:08:01: Wir hoffen, dass es so ist.
01:08:03: was wir natürlich bieten immer um einen Antrag zu stellen, muss ein Vertrag geben.
01:08:12: Und dieser Vertrag muss ein Honorar haben, das ist natürlich ein Must.
01:08:17: Ein Honorare
01:08:18: und Honorvertrag geht es nicht.
01:08:21: Was die Honorare sind?
01:08:25: Es ist Thema sozusagen.
01:08:31: Wir würden gerne auch noch in die Richtung KI ganz kurz gehen, weil ihr schließt ja bewusst KI-generierte Übersetzungen aus eurer Förderung aus.
01:08:39: Also warum macht ihr das?
01:08:40: Warum schließst du das so bewusst aus?
01:08:43: Ich glaube es gibt verschiedene Gründe.
01:08:46: ich würde sagen es gibt für mich zwei Antworten.
01:08:52: Die erstes ist technisch.
01:08:56: auch in dieser Bereich So KI kann meiner Meinung nach keine literarische Übersetzungen machen.
01:09:05: Technischer, ja okay!
01:09:07: Kann man das akzeptieren.
01:09:10: und so technisch können diese Maschine das machen.
01:09:14: aber literariche Übersetzungen es ist noch nicht mal sehen.
01:09:21: Aber jetzt würde ich sagen Es ist nicht möglich.
01:09:24: Es gibt so viele Nuancen und es gibt so viel mehr Interpretation, die nicht maschinell oder mit dieser künstlichen Intelligenz möglich ist.
01:09:36: wie gesagt noch nicht.
01:09:38: ich hoffe oder ich... Ich hoffe das wird nicht möglich aber kann sein dass das passiert.
01:09:45: ja
01:09:46: klar das wird
01:09:47: eine Unterstützung oder so kann vielleicht sein Aber ja.
01:09:50: Und dann hier gibt es meine zweite Antwort zu dieser Frage, dass ich würde sagen auch wenn das technisch möglich wäre oder wird.
01:10:01: Oder wer da wurde?
01:10:03: Ich sage das akzeptieren wir nicht als Institution und das sollte keiner akzeptiert werden.
01:10:11: Wir haben auf einer Verantwortung hier als Instituzion und als Gesellschaft sozusagen.
01:10:21: Ich glaube, es bringt auch nicht zu unserer Branche diese künstlerische Intelligenz.
01:10:28: So ich bin nicht hundert Prozent dagegen in Allgemein, in der Welt, im Leben.
01:10:36: Ich bin vielleicht nur achtzig.
01:10:39: Nein, nein!
01:10:40: Ich bin nicht dagegen.
01:10:41: Ich weiß das gibt Bereiche wo das total wichtig relevant ist aber im Literaturbereich sehe
01:10:53: Wir hätten im Endeffekt eigentlich zum Abschluss nur noch eine kurze Frage.
01:10:57: Wenn du jetzt hier ne neue Literaturübersetzerin hast,
01:11:00: z.B.,
01:11:00: wie die Anita hier, die jetzt dann auch erst rein starte und du ihr irgendwas mitgeben könntest – einfach für die Zukunft als Tipp oder sonst was würdest du ihr sagen?
01:11:10: Was
01:11:10: möchtest
01:11:11: du ihr nun
01:11:11: sagen?!
01:11:14: Nicht in zwei Stunden, nur in ein paar Worten.
01:11:19: Ja ich würde sagen zwei Sachen.
01:11:20: Einer ist Netzwerk ist total wichtig.
01:11:24: Ich weiß manchmal habe ich auch so wieder dieser Netzwerksache aber es ist total nötig und ich glaube wenn man In einer schönen Atmosphäre.
01:11:38: dieser Netzwerkbau, es ist total praktisch und schön.
01:11:44: Und die andere habe ich schon ihr gesagt Es ist als Neue in einem Bereich bewirb dich auf alles.
01:11:51: So auch wenn man sich nicht hundert Prozent traut wie nicht diese Person die
01:11:57: man sucht.
01:11:59: Ich glaube man muss sich trauen genau kompliziert, wenn man eine neue Arbeit anfängt und vor allem, wenn wir einer jungen Frau in einem Welt sind die noch schwierig ist.
01:12:19: Aber deshalb finde ich total wichtig... Wir müssen uns immer bewerben auf Workshops, auf Preise, auf überall!
01:12:31: Wir müssen immer präsent
01:12:32: sein.
01:12:34: Sehr schön, das war doch ein guter Schlusssatz.
01:12:36: Vielen Dank an euch beide, dass ihr hier bei unserem Interview mitgemacht habt und ja, euch noch eine gute Messe!
01:12:43: Danke!
01:12:45: So, zum Abschluss unserer Folge wollen wir nochmal kurz auf die Kampagne uns reichts eingehen.
01:12:50: Wir haben allen Verlagen die gleiche Frage gestellt Und zwar Die Kampanie Uns Reichts fordert dreißig Euro pro Normseite und eine Beteiligung ab dem ersten Exemplar.
01:12:59: Was löst das bei euch aus?
01:13:01: Ihr hört nun nacheinander die einzelnen Verlage als erstes Franziska Otto vom Edition Nautilus-Verlag, danach Alessandra Ballesi Hansen vom Non Solo-Verlak, Huben Höppner vom Antea-Verlag, Svenja Bischoff vom Weidleverlag und zum Abschluss Franziska Haufe von Billy Brie.
01:13:17: Bei dreißig Euro würden wir vermutlich keine Übersetzung
01:13:22: machen.
01:13:23: also das können wir uns einfach nicht leisten.
01:13:28: Beteiligungen ab dem ersten Exemplar haben wir teilweise schon.
01:13:33: Ich
01:13:34: finde auch auf jeden Fall, dass der Job des Übersetzens
01:13:41: adäquat
01:13:43: honoriert werden sollte.
01:13:46: Aber dreißig
01:13:46: Euro
01:13:47: pro Seite ist für so einen Verlag wie uns einfach stichdrecklich machbar.
01:13:51: da würden wir uns dann wahrscheinlich so wie wir es jetzt schon machen.
01:13:56: Wie wir jetzt schon vorsichtig auswählen würden wir doch noch mehr zu behalten.
01:14:01: Schwierig, die Förderung ist berechtigt aber zum Beispiel Nuzolo ist einfach zu klein.
01:14:07: wir können das momentan nicht leisten.
01:14:12: es ist
01:14:13: weil wir auch klein sind weil wir immer noch obwohl wir schon wie du gesagt hast zwei tausend siebzehn.
01:14:20: das war die gründung des Belagers.
01:14:22: aber trotzdem haben wir noch enormen Schwierigkeiten uns auf dem deutschen Buchmarkt irgendwie zu etablieren.
01:14:29: Sprich,
01:14:30: wir verkaufen einfach zu wenig und wir schreiben nach wie vor rote Zahlen.
01:14:36: das wird vielleicht irgendwann ändern.
01:14:38: Das hoffe ich sehr.
01:14:40: dafür sind die Preise und die Auszeichnungen natürlich ganz wichtig als Bestätigung unserer Arbeit und auch weil es das natürlich als dotierte Preise uns die Möglichkeit geben weißer Bücher dann herauszubringen, also das Geld vom Reiner gleich wieder raus für ein neues Buch.
01:14:59: Was
01:15:00: toll ist.
01:15:01: aber dann... Also vielleicht noch nicht einmal war Daniel Kampfer, dann im Fahrbock, dann habe ich dann zugehört bei einer Lesung und er hat so was gesagt, was so singemäßig ungefähr war
01:15:13: wenn
01:15:13: man ein bisschen
01:15:15: Geld
01:15:15: hat um das loswerden Möchte, dann sollte man einen
01:15:20: Verlag rufen.
01:15:22: Es ist einfach so, ne?
01:15:25: Weil erstmal löst es bei mir ganz viel Freude und ganz viel Kampfeswillen aus weil ich das hundertprozent unterstützen als Verleger-und als Übersetzer.
01:15:33: Super!
01:15:34: Gleichzeitig ist das für kleine Verlage ganz schwer.
01:15:38: also Ich weiß dass ich schon viel mehr bezahle als die größeren Verlage.
01:15:43: Bei mir kriegen alle auf jeden Fall twenty fünf Euro pro Normseite netto Und es ist für mich nicht leicht.
01:15:51: Wenn ich eine Übersetzungsförderung bekomme, dann kann ich das machen.
01:15:54: Ich habe auch Bücher ohne Übersetzung gemacht und da geht sehr viel von meinen harte Wirtschaften-Gewinn dafür drauf.
01:16:02: Das ist mir wichtig.
01:16:03: aber dazu muss ich sagen und es geht anderen Verlegerinnen von Kleinverlagen auch so wir verdienen kaum was.
01:16:08: also ich hab mir in den letzten zweieinhalb Jahren keinen einzigen Cent ausgezahlt.
01:16:12: Aber ich versuche immer meine Übersetze fest gut zu bezahlen, pünktlich zu bezahlen und es ist eine Herausforderung.
01:16:20: Ich bin voll dafür.
01:16:21: aber dann braucht es strukturelle Förderungen weil wir kleinen Verlage können das nicht immer stemmen und ich weiß dass die kleinen Verlagen eigentlich immer mehr zahlen als die großen.
01:16:30: Das sind so ein bisschen meine verschiedenen Sichten darauf.
01:16:33: absoluter Support ja wir kriegen's nicht alleine hin.
01:16:36: Danke trotzdem für die ehrliche Meinung.
01:16:38: weil muss halt einfach auch gesagt werden Off-Mike schon öfter gehört, dass die kleinen Verlage tendenziell eigentlich mehr zahlen.
01:16:46: Dann hört ihr es jetzt On-Mike?
01:16:48: Ja
01:16:48: sehr gut!
01:16:49: Das sieht
01:16:50: man aus.
01:16:52: Erstmal natürlich total richtig, dass ÜbersetzerInnen mehr honoriert werden weil ich spreche auch ganz viel mit ÜbersetzerInnen darüber, weil sich in den letzten Jahrzehnten einfach sehr wenig getan hat.
01:17:08: Alle Preise sind gestiegen Aber das Honorar bei Übersetzerinnen eben nur sehr, sehr gering.
01:17:16: Das hat sich verändert.
01:17:18: auch in unseren Verträgen hat es eine Entwicklung gegeben.
01:17:20: wir honorieren auch jedes verkaufte Exemplar Auch an den Übersetzern.
01:17:25: nicht nur die Autoren bekommen ein Honorar.
01:17:30: Was die Honorierung pro Normseite betrifft ist es für einen Verlag natürlich auch immer so dass er kalkulieren muss Und das hatte ich vorhin vergessen zu sagen, aber jetzt kommen wir noch mal dazu.
01:17:41: Die Förderungen aus den Herkunftsländern spielen dabei eine wirklich große Rolle weil Verlage Übersetzungen oft nicht machen könnten wenn sie diese Förderung nicht bekommen würden.
01:17:52: Weil Übersetzungen so viel teurer sind als wenn man eben ein deutsches Buch nur hat.
01:17:57: was heißt nur ist auch teuer.
01:17:59: Man hat den Druck
01:18:00: Verlagsgemeinkosten,
01:18:02: die internen Satz- und Gestaltungskosten.
01:18:04: Und bei einer Übersetzung eben noch die Übersetzungskosten.
01:18:07: Das heißt ein Verlag müsste von einem Titel der Zweiundzwanzig Euro kostet und in der Übersitzung ist irgendwie bald zweitausend Exemplare schon mal im ersten Schwung verkaufen um überhaupt einen Gewinn zu erzielen.
01:18:24: Das ist bei Übersetzungen nicht gegeben.
01:18:27: Da muss man vorsichtig sein in der Auflagenhöhe und so weiter, je höher das Honorar der Übersetzer ist, desto mehr muss ein Verlag sich auch zutrauen zu verkaufen.
01:18:38: Genau also auf jeden Fall richtig dass das Honorarr erhöht wird aber es führt vielleicht dazu bei steigenden Kosten überall für die Verlage das dann Projekte auch mal nicht zustande kommen können, weil es einfach nicht finanzierbar ist.
01:18:56: Also erstmal verstanden das, weil ich total sehe dass da Not ist und dass das wirklich verhandelt werden muss.
01:19:03: Das ist halt eine sehr komplizierte Sache, wie ihr auch bist.
01:19:06: Also zumal bei uns jetzt... Ich kann jetzt nur für unseren Verlag sprechen mit den Übersetzungen wir eben dieses Korrektorat noch haben wo wir nochmal eine Stufe mehr haben.
01:19:13: aber ich will versuchen das natürlich so fair wie möglich zu machen.
01:19:16: Aber ich kann die Kampagne verstehen und ich finde es richtig und gut dass ihr das macht.
01:19:21: Ich wünschte viel Erfolg dafür.
01:19:22: also weil ich wirklich eine gute Sache finde als Verlag manchmal schwierig das irgendwie auszuterrieren weil das alles sehr kostenintensiv ist.
01:19:30: ja aber prinzipiell erstmal verstanden wird Sexverlage und Institutionen.
01:19:35: Und zwei Messetage sind jetzt schon vorbei, also total verrückt!
01:19:39: Wir sind hier fast auf dem Heimweg der Frankfurter Buchmesse.
01:19:43: Wir haben ein Bild mitgenommen, das ziemlich klar ist.
01:19:47: Fast alle, mit denen wir gesprochen haben, schätzen Übersetzungen wirklich sehr.
01:19:51: Es hat man durchweg gemerkt dass das Verständnis da ist und auch der Respekt vor Übersetzung.
01:20:00: Ja, aber trotzdem reicht es natürlich für viele Übersetzerinnen und Übersetzern nicht um davon leben zu können von dieser Arbeit.
01:20:06: Gerade die kleinen Verlage, die am meisten übersetzen haben oft selbst am wenigsten Spielraum.
01:20:13: irgendwelche Förderungen, generell eine strukturelle Förderung genau und ja es ist nicht so leicht haben wir schon mitgekriegt.
01:20:20: Es ist ein Dilemma aber das ist das was wir am ehesten mitnehmen von den beiden Tagen dass es eben wirklich beides braucht.
01:20:28: es braucht faire Verträge und die struktuelle Fördering ist aber ganz wichtig denn es ist durchaus ein struktures Problem.
01:20:36: Lisa Kögeböhn und Barbara König, die Kolleginnen, die die Kampagne uns reichts ins Leben gerufen haben.
01:20:44: Vorher mit dieser Kampagne, dreißig Euro pro Normseite und eine Beteiligung ab dem ersten Exemplar.
01:20:49: Wir haben gehört von den verschiedenen Verlagen dass die Meinungen dazu teilweise gemischt sind aus verschiedenen Gründen.
01:20:56: wir appellieren in dem Fall hier trotzdem an euch wenn ihr diese Kampanie unterstützen wollt Teilt die Kacheln, lest wer übersetzt hat und nennt die Namen wenn ihr über die Bücher sprecht damit dieses Problem auch außerhalb der Übersetzerbabel Sichtbarkeit findet.
01:21:13: Und die Leute sich bewusster werden um was es eigentlich geht.
01:21:16: Ich
01:21:16: finde auch irgendwie mein Verständnis hat sich ein bisschen verändert.
01:21:18: ich habe jetzt heute oder generell auf der Buchmesse haben wir beide ja auch nach Büchern geguckt und irgendwie war's mir doch dann wichtig viel mehr als zuvor auch noch übersetzen Bücheren zu gucken.
01:21:30: Ich habe mich jetzt fast ein bisschen geärgert, dass mich ein direkt deutsches Buch mehr angesprochen hat.
01:21:34: Aber achte da drauf!
01:21:36: Es gibt
01:21:36: so tolle Übersetzungen da draußen.
01:21:39: Wenn euch eine Übersetzung gefallen hat dann sucht auch gerne was... diese Übersetzerin oder dieser Übersetser noch übersetzt hat, das lohnt sich wirklich.
01:21:48: Also es ist teilweise so toll was da geschaffen wird in der anderen Sprache
01:21:53: dass es wirklich
01:21:54: nicht immer das Original sein muss.
01:21:56: Es
01:21:56: liegt nicht immer nur an den Autorinnen.
01:21:58: die Übersetzterinnen machen einen ganz großen Beitrag dazu wie ein Buch jetzt sich rüber kommt?
01:22:03: Absolut!
01:22:04: Wir haben natürlich wie immer ganz viele Links für euch
01:22:08: gerade
01:22:08: bei dieser Folge ja
01:22:09: weil wir ganz viele Empfehlungen von verschiedenen Seiten bekommen teilweise von Stiftungen, Ideen wo man sich noch zu dem Thema informieren kann an welche Stellen man herantreten kann.
01:22:21: Sammeln wir alles für euch in den Show notes?
01:22:24: Genau es schaut da also auf jeden Fall rein ist lohnt sich und wir würden uns generell extrem freuen wenn ihr gerade auch diese Folge hier teilt weil wir glauben das ist schon echt eine andere besondere Folge jetzt geworden irgendwie auch mit einem ganz anderen ernst, wie wir normalerweise unsere Folgen machen.
01:22:39: Aber es ist auch schön so und wir sprechen hier gerade einfach ein wichtiges Thema an.
01:22:42: deswegen bitte teilt dem Podcast.
01:22:44: hört den podcast ganz fleißig.
01:22:46: ihr wisst wo wir zu finden sind.
01:22:48: ihr könnt uns hören auf Spotify Apple Podcasts und Amazon Music Und natürlich sind wir auch erreichbar unter Instagram und LinkedIn.
01:22:55: besonders da würden wir uns auch freuen wenn ihr reinschaut.
01:22:57: Wir wollen euch ganz viele Einblicke auf die Buchmesse auch darüber geben, also auch mit Videomaterial und haben auch ein paar Videos bei den Interviews gedreht.
01:23:08: Speicher ist jetzt voll.
01:23:10: Ja, schon mehr
01:23:11: Fracht!
01:23:12: Genau.
01:23:12: und dann bleibt uns glaube ich nichts zu sagen als vielen Dank dass ihr diese Folge wieder angehört habt.
01:23:19: Ich bin befürchtet sie
01:23:19: wird Überlänge haben aber...
01:23:21: Deine Entschuldigung gefühlt voraus es war leider viel
01:23:24: Stroh.
01:23:25: Aber wir freuen uns das wir wieder hier dabei sein durften.
01:23:28: danke auch an den BDÜ Bayern dass wir wieder unterstützt wurden und hier wieder vor Ort sein durfte.
01:23:34: Es ist wirklich super spannend und wir würden uns auch sehr freuen nächstes Jahr wiederkommen zu dürfen.
01:23:38: Es sind zwei so tolle Tage und wir hatten eine richtige Vorfreude drauf.
01:23:41: Und ja, jetzt geht's heim!
01:23:44: Wir gehen mit einem trotzdem ganz beseelten Gefühl nach Hause, würde ich sagen.
01:23:48: Absolut
01:23:48: – in diesem Sinne bis zur nächsten Folge!
01:23:51: Bis
01:23:51: zum nächsten Mal,
01:24:00: tschüss!
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